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SpaceX und Tesla wetteifern um hocheffiziente Solarmodule für orbitale Rechenzentren und US-Energieoffensive

SpaceX-Raketenstart.
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SpaceX-Raketenstart.
Vertreter von Tesla und SpaceX bereiten den großflächigen Einkauf von Heterojunction-Solarmodulen für künftige Projekte vor. Elon Musk plant den Start von bis zu einer Million solarbetriebener Satelliten, die ein System orbitaler Rechenzentren bilden sollen.

Die beiden bedeutendsten Unternehmen von Elon Musk, die zusammen einen Marktwert von über 2,5 Billionen Dollar haben, bemühen sich darum, umfangreiche Liefermengen hocheffizienter Solarmodule zu sichern. Vertreter von Tesla und SpaceX haben mehrere chinesische Solarunternehmen besucht, um Produktionsstätten zu besichtigen und Aufträge zu vereinbaren.

Diese Besuche ließen die Aktienkurse an der Hongkonger Börse um bis zu 10 Prozent nach oben schnellen. „Das SpaceX-Team besucht vor allem Hersteller von Photovoltaik-Anlagen und hat bereits bei einem führenden inländischen Anbieter von Heterojunction-Technologie bestellt“, berichten Insider der lokalen Solarbranche. Die sogenannte Heterojunction-Schnittstelle (HJT) wird für hocheffiziente Solarzellen verwendet – offensichtlich versucht SpaceX also, sich die derzeit beste Technologie am Markt zu sichern. Welches Unternehmen den Zuschlag erhalten hat, ist bisher nicht bekannt, doch die Aktien von Junda stiegen bereits um mehr als 10 %.

Kürzlich hat SpaceX bei der US-Fernmeldebehörde FCC eine Genehmigung für den Start von bis zu einer Million Satelliten beantragt. Diese sollen ein „Orbital Data Center“-System bilden, das vereinfacht gesagt KI-Rechenleistung im Weltraum bereitstellt – mit all den damit verbundenen Vorteilen. Die KI-Rechenzentren von SpaceX im Orbit sollen permanent mit Sonnenenergie betrieben werden, wodurch Energiespeicher und andere „irdische“ Komponenten überflüssig würden. SpaceX argumentiert, dass „der jährliche Start von einer Million Tonnen Satellitenkapazität (mit einer Rechenleistung von 100 kW pro Tonne) die KI-Kapazität jährlich um 100 Gigawatt erweitern würde – und das bei minimalem Wartungsaufwand“.

Für dieses Mammutprojekt werden riesige Mengen hocheffizienter Solarmodule benötigt. Genau diese will sich SpaceX nun sichern, da das Unternehmen beim ersten Flug der Starship-3-Rakete, die auch die riesigen Starlink-V3-Satelliten ins All befördert, möglicherweise bereits erste Test-KI-Satelliten mitschicken möchte.

Auch das Team von Tesla hat die Photovoltaik-Produktionsstätten besichtigt, da das Unternehmen in den nächsten Jahren eine Kapazität von 200 GW in den USA installieren will. Erst vor kurzem hat Tesla sein erstes komplettes Energiegewinnungs-Set bestehend aus eigenen Solarmodulen, Wechselrichtern und dem Speichersystem Powerwall 3 angeboten. Entsprechend gewaltig ist der Bedarf an Panels.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-02 > SpaceX und Tesla wetteifern um hocheffiziente Solarmodule für orbitale Rechenzentren und US-Energieoffensive
Autor: Daniel Zlatev,  5.02.2026 (Update:  5.02.2026)