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Nvidia macht Tesla und SpaceX Konkurrenz: Uber- und BYD-Robotaxis sowie ein KI-Chip für Rechenzentren im Orbit

Der CEO von Nvidia bei der Vorstellung der Robotaxi-Plattform für Kunden auf der GTC-Keynote.
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Der CEO von Nvidia bei der Vorstellung der Robotaxi-Plattform für Kunden auf der GTC-Keynote.
Nvidia tritt Tesla zunehmend auf die Füße, indem das Unternehmen einige der größten Namen aus der Elektroauto- und Ride-Share-Branche als Kunden für sein autonomes Fahrsystem gewinnt. Zudem will Nvidia KI-Chips für orbitale Rechenzentren herstellen – also für genau die Art von Infrastruktur, die SpaceX bereits angeteasert hat.

Während Elon Musk behauptet, Nvidias Plug-and-Play-System für autonomes Fahren namens Alpamayo würde ihm keine schlaflosen Nächte bereiten, hat sich das wertvollste Unternehmen der Welt inzwischen die größten Namen der Elektroauto- und Ride-Share-Branche als Kunden gesichert.

Auf der GTC 2026 stellte Nvidia-CEO Jensen Huang eine erweiterte Partnerliste für die Drive-Hyperion-Plattform vor und signalisierte damit einen direkten Angriff auf Teslas Vormachtstellung im Robotaxi-Sektor.

Nvidias Kunden für das System zum autonomen Fahren

An vorderster Front steht Uber, das ab Anfang 2027 zunächst in San Francisco und Los Angeles 100.000 autonome Fahrzeuge der Stufe 4 in 28 Märkten weltweit auf vier Kontinenten einsetzen will.

Während Tesla auf seinen vertikal integrierten FSD-Stack setzt, hält Nvidia mit Alpamayo 1.5 dagegen – einem Open-Source-Ökosystem für „Physical AI“. Statt Sensordaten direkt in Fahrbefehle zu übersetzen, handelt es sich bei Alpamayo um ein Vision-Language-Action-Modell (VLA), das laut Nvidia über 10 Milliarden Parameter verfügt und „laut denken“ kann.

Auf der Veranstaltung stellte Nvidia Alpamayo 1.5 vor, das die Fähigkeiten des Systems „um ein interaktives, steuerbares Reasoning-Modell“ erweitern soll. Zugleich erklärte das Unternehmen, bereits mehrere Kunden für die autonome Fahrplattform Hyperion gewonnen zu haben, darunter den weltweit größten Elektroautohersteller BYD sowie Hyundai und Kia.

Da ein großer Teil von Teslas enormer Börsenbewertung darauf beruht, dass das Unternehmen im Bereich autonomes Fahren und Robotaxis führend wird und bleibt, könnte Nvidias Vorstoß, diese Felder stärker zu standardisieren und breiter verfügbar zu machen – insbesondere mit Kunden wie Uber und BYD – Auswirkungen auf Teslas Bewertung haben.

Vera Rubin Space-1: Chip für orbitale Rechenzentren

Nvidia kündigte außerdem an, Chips für orbitale Rechenzentren zu entwickeln, und tritt damit auch SpaceX auf die Füße. Elon Musks Raumfahrtunternehmen hatte vor nicht allzu langer Zeit angedeutet, KI-Rechenzentrumsinfrastruktur ins All bringen zu wollen, um dort Solarenergie zu nutzen, ohne die Stromnetze auf der Erde zusätzlich zu belasten.

Nvidias „Vera Rubin Space-1“-Chips sollen Daten direkt im Orbit verarbeiten und so die Verzögerung vermeiden, die entsteht, wenn Rohdaten erst zurück zur Erde gesendet werden müssen. Während Elon Musk auf vertikale Integration zwischen Starlink und xAI setzt, positioniert sich Nvidia als das „Gehirn“ für alle anderen orbitalen Start-ups – von Planet Labs bis hin zur NASA.

„Im All gibt es natürlich keine Wärmeleitung und keine Konvektion, sondern nur Strahlung. Deshalb müssen wir herausfinden, wie wir diese Systeme im Weltraum kühlen können. Aber wir haben viele großartige Ingenieure, die daran arbeiten“, scherzte Huang. Mit genau diesen Herausforderungen wird auch SpaceX konfrontiert sein – das Unternehmen müsste Nvidia also entweder bei der Entwicklung von KI-Chips Konkurrenz machen oder selbst zum Kunden für die Vera-Rubin-Space-1-Produktion werden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Nvidia macht Tesla und SpaceX Konkurrenz: Uber- und BYD-Robotaxis sowie ein KI-Chip für Rechenzentren im Orbit
Autor: Daniel Zlatev, 17.03.2026 (Update: 17.03.2026)