Disclaimer: Ein weiterer Artikel mit Details aus einem anderen Blickwinkel zu dem neuen Fahrassistenten wurde gestern veröffentlicht. Wer gerne umfangreiche Informationen zu diesem Thema lesen möchte, sollte sich auch diesen Artikel nicht entgehen lassen.
Nvidia hat bereits eine riesige Summe von 100 Milliarden Dollar in OpenAI investiert, um Googles Gemini und Elon Musks Grok herauszufordern. Nun nimmt das Unternehmen auch die aufstrebende Robotaxi-Branche ins Visier. Eine neue Investition in Höhe von 500 Millionen Dollar in das, was Nvidias Jensen Huang während einer Fahrt in einem autonom fahrenden Fahrzeug als „das nächste Billionen-Dollar-Unternehmen“ bezeichnete, zielt darauf ab, in das Terrain von Teslas Robotaxi-Service einzudringen. Die britische Firma Wayve hat bereits eine Investitionsrunde über eine Milliarde Dollar von Nvidia, Uber und SoftBank erhalten. Jensen Huang will seinen Anteil nun um weitere 500 Millionen Dollar aufstocken.
Wayve hat eine schlüsselfertige Lösung für autonomes Fahren entwickelt, die in jedem Fahrzeug eingesetzt werden kann. Das KI-gestützte System ähnelt stark Teslas FSD, da es als End-to-End-neuronales Netzwerk fungiert. Es lernt, indem es große Mengen an Kameradaten analysiert, anstatt sich auf starre Algorithmen und HD-Karten zu verlassen. Jensen Huang war so beeindruckt von dem, was Wayve mit der maßgeschneiderten KI-Hardware für autonomes Fahren von Nvidia geleistet hat, dass er dem Team nach einer Fahrt durch die Londoner Innenstadt mit den Worten „Ihr seid das nächste Milliarden-Dollar-Unternehmen“ gratulierte.
Bereits jetzt hat das Startup für autonomes Fahren einen großen Kunden gewonnen: Nissan. Das Unternehmen kündigte die Einführung seines ProPilot-Robotaxi-Systems an, das von der AI-Driver-Software von Wayve angetrieben wird. Die ProPilot-Fahrassistenzlösung wurde in einer Reihe von Ariya-Elektro-SUVs installiert und demonstrierte autonomes Fahren der Stufe 4 auf den belebten Straßen Tokios.
Die von Wayve entwickelte „verkörperte KI“ kann ihre Umgebung erfassen, antizipieren, was als Nächstes passieren wird, und vorhersehen, wie sich ihre eigenen Handlungen auf die Umgebung auswirken werden. Dadurch kann sie wie ein erfahrener menschlicher Fahrer sicher und harmonisch mit ihrer Umgebung interagieren. Darüber hinaus kann sie aufgrund ihrer extrem schnellen Verarbeitungsfähigkeiten sofort auf plötzliche Veränderungen der Bedingungen reagieren und so in Echtzeit für Sicherheit sorgen. Die KI von Wayve ist zudem von der menschlichen Wahrnehmung und dem Lernen inspiriert – basierend auf Erkenntnissen der Kognitions- und Verhaltensforschung. Sie versteht, wie sich ganze Fahrszenen entwickeln, anstatt nur auf einzelne Objekte zu reagieren. Durch das Erlernen der Dynamik der Veränderungen in ihrer Umgebung kann sie sich an eine Vielzahl von realen Szenarien anpassen und selbst in komplexen Situationen präzise Entscheidungen treffen wie ein erfahrener, aufmerksamer Mensch.
Nissan will ab 2027 ausgewählte lokale Fahrzeuge mit Wayves AI Driver ausstatten. Dieser läuft auf spezieller Nvidia-Drive-Thor-Hardware. Der japanische Autohersteller behauptet, sein neues autonomes Fahrsystem sei bereits jetzt „intelligenter als Teslas FSD“, allerdings müsse noch im Bereich Marketing und bei den gesetzlichen Bestimmungen nachgebessert werden, bevor es auf den Markt komme.


















