Die Vorstellung, dass sich im Universum anderswo Leben entwickelt haben könnte, fasziniert Millionen von Menschen und ängstigt viele andere. Um dieses Rätsel zu lösen, wurden jedoch zahlreiche Missionen durchgeführt. Dazu gehört auch diese Sonde, die 2023 gestartet wurde, um Spuren von Leben auf den Monden des Jupiters, dem größten Planeten unseres Sonnensystems, zu finden.
Die Sonde trägt den Namen Juice. Laut Live Science wurde sie von europäischen Wissenschaftlern entwickelt, um potenzielle Spuren von Leben und bewohnbaren Welten auf Ganymed, Europa und Kallisto zu entdecken. Zu diesem Zweck ist sie mit mehreren Geräten ausgestattet, darunter auch Rime, was für Radar for icy Moon Exploration (Radar zur Erforschung eisiger Monde) steht.
Es erübrigt sich zu sagen, dass dieses Gerät etwas ganz Besonderes ist: Es kann die Bodenstruktur von Monden und Planeten in bis zu neun Kilometern Tiefe analysieren. Mit anderen Worten: Es ist ein großer Vorteil – insbesondere für Ganymed. Dieser Mond hat nämlich viele subglaziale Ozeane unter dicken Eisschichten, und es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten, dass sich dort Leben entwickeln könnte.
Zunächst wurde das Instrument am Anders-Krater auf dem Mond getestet, bevor es die Monde Jupiters analysieren wird. Der Krater liegt auf der dem Erdorbit abgewandten Seite des Mondes und ist vielen Menschen durch das Foto des „Erdaufgangs” bekannt, das der Astronaut William Anders während der Apollo-8-Mission aufgenommen hat.
Auf diese Weise analysierte das Rime-Gerät diesen Mondbereich acht Minuten lang, was es den Wissenschaftlern ermöglichte, die neuesten Einstellungen zu ändern und den Algorithmus dieses Instruments zu verfeinern. Nun scheint es für die Analyse der Jupitermonde bereit zu sein.
Doch man wird sich gedulden müssen, bis man weiß, ob Ganymed, Europa und Kallisto Umgebungen haben, die Leben beherbergen können. Die Juice-Sonde wird zunächst Kurs auf die Venus nehmen, um sie als "Treibstoff" zu nutzen, bevor sie zum Jupiter weiterfliegt. Der Eintritt in die Umlaufbahn dieses Gasplaneten ist daher für 2031 geplant, und auf den Eintritt in die Umlaufbahn von Ganymed muss man bis 2034 warten.
Quelle(n)
Futura Sciences (auf Französisch), Live Science

















