Die technologischen Fortschritte der letzten Jahre betreffen alle Bereiche, einschließlich der Astronomie. In diesem Zusammenhang ist es einer KI erstmals gelungen, einen explodierenden Stern bei der Begegnung mit einem Schwarzen Loch zu beobachten.
Obwohl sich das Ereignis im Juli 2023 ereignete, wurde es erst am 13. August in einer im The Astrophysical Journal veröffentlichten Studie behandelt. Das astronomische Programm der Zwicky Transient Facility am Palomar-Observatorium in Kalifornien, das einen KI-Algorithmus zur Erkennung von Anomalien im Weltall einsetzt, konnte das 730 Millionen Lichtjahre entfernte Ereignis SN 2023zkd ausmachen.
Dabei handelte es sich um eine Supernova-Explosion, die einen gewaltigen Blitz im dunklen Weltall verursachte. Mehrere Monate nach diesem Ereignis begann der eigentlich tote Stern jedoch wieder zu leuchten. Und damit nicht genug: Nach verschiedenen Analysen dieses Phänomens schätzten die Forscher, dass sich die Helligkeit dieses Sterns bereits etwa vier Jahre vor seiner Explosion erheblich verändert hatte.
Daher haben Wissenschaftler, die diese Entdeckung mithilfe künstlicher Intelligenz gemacht haben, zwei Theorien aufgestellt, die ein Schwarzes Loch zur Erklärung dieses Phänomens heranziehen. Eine Möglichkeit ist, dass der Stern in der Umlaufbahn dieses Schwarzen Lochs gefangen war und ihm gigantische Gasmengen buchstäblich entrissen wurden. Dies würde die Zunahme seiner Helligkeit vor der Explosion erklären. Aufgrund der hohen Dichte des Schwarzen Lochs begann die Materie dann, immer stärker zu leuchten, bis der Stern schließlich explodierte.
Die zweite Hypothese, die laut den Forschern weniger wahrscheinlich ist, besagt, dass das Schwarze Loch den Tod des Sterns verursacht hat, noch bevor dieser zu einer Supernova wurde. Auch wenn diese beiden Theorien noch untersucht werden, steht doch fest, dass das Schwarze Loch in jedem Fall eine wichtige Rolle bei dem tragischen Schicksal des Sterns spielte. Natürlich war diese Art von Phänomen bekannt, jedoch nur in der Theorie. Mit anderen Worten: Beobachtungen dieser Art gab es in der Vergangenheit nicht. Erst der Einsatz von künstlicher Intelligenz ermöglichte dies und stellt einen großen Fortschritt dar – sowohl für die Wissenschaft als auch für diese Technologie.
Quelle(n)
FuturFutura Sciences (auf Französisch), The Astrophysical Journal


















