Die Eroberung des Weltraums schreitet voran: Neue Missionen wie das Starship, das voraussichtlich in den nächsten Jahren zum Mars starten soll, sind in Planung. Während Reisen innerhalb des Sonnensystems inzwischen fast alltäglich sind, gilt das für interstellare Reisen jedoch nicht. Um den zahlreichen Herausforderungen zu begegnen, hat ein Forscherteam das ideale Raumschiff für solche Missionen entworfen.
Wenn von interstellaren Reisen die Rede ist, wäre Alpha Centauri das erste Ziel. Es ist das uns nächstgelegene Sternensystem und Heimat von Proxima Centauri B, einem Exoplaneten in der habitablen Zone seines Sterns, der möglicherweise Leben beherbergen könnte. Die Reise zu diesem Planeten dauert jedoch rund 400 Jahre, weshalb ein an alle Bedürfnisse angepasstes Raumschiff erforderlich ist.
Chrysalis scheint der ideale Kandidat für diese Mission zu sein. Das von Forschern entworfene Raumschiff, die den ersten Preis beim Hyperion-Wettbewerb gewonnen haben, ist von der russischen Tradition der Matrjoschka-Puppen inspiriert. Seine Architektur ermöglicht die Beförderung von bis zu 2.400 Menschen.
Es ist so konzipiert, dass es durch eigene Farmen autark ist und die lebenswichtigen Bedürfnisse der Reisenden deckt. Doch damit nicht genug: Es gibt auch Umgebungen, die auf der Erde zu finden sind, wie beispielsweise Wälder. Die Verwaltung von Nahrungsmitteln, Energie und menschlichen Ressourcen würde durch künstliche Intelligenz erfolgen, um während der gesamten Reise das Gleichgewicht zu gewährleisten.
Auf einer Reise durch den Weltraum muss man sich natürlich von der Schwerkraft verabschieden. Doch die Schwerkraft ist für den menschlichen Körper wichtig. Folglich könnte dieses Raumschiff durch seine Eigenrotation künstliche Schwerkraft erzeugen und so viele Probleme vermeiden.
Auch wenn dies alles wie ein Traum klingt, muss man sich bewusst sein, dass der Bau eine enorme technologische Herausforderung sein würde. Und aktuell sind andere, wichtigere Missionen geplant, wie die Artemis-Mission, die die Rückkehr des Menschen zum Mond und den Bau einer Basis vorsieht.
Quelle(n)
Techno-Science (auf Französisch), Project Hyperion















