NGC 45 ist eine Low Surface Brightness Galaxy (zu Deutsch: Galaxie mit geringer (Ober)flächen-Helligkeit) – eine Gruppe von Galaxien, die gewöhnlich schwer zu erkennen sind, da sie noch schwächer leuchten als der Nachthimmel. Die Sterne in diesen Galaxien sind im Verhältnis zum vorhandenen Gas und zur Dunklen Materie relativ spärlich gesät. Das ist der Grund, warum sie nicht hell leuchten und ihren Namen erhalten haben. Das erklärt auch, warum die jüngste Nahaufnahme von NGC 45 durch das Hubble-Weltraumteleskop so interessant ist.
Das Bild zeigt den Spiralnebel NGC 45, der mit Sternen gefüllt ist, die als winzige blaue Punkte sichtbar sind, sowie leuchtend rosa Wolken – Sternentstehungsgebiete, die als Nebel bzw. Nebula bekannt sind. Die Aufnahme ist eine Kombination von Daten zweier Beobachtungsprogramme. Eines davon führte eine breit angelegte Beobachtung von 50 nahegelegenen Galaxien im ultravioletten und nahinfraroten Bereich durch. Das andere Programm konzentrierte sich auf H-alpha-Licht, eine spezifische Wellenlänge des roten Lichts, das von Wasserstoff produziert wird.
Obwohl NGC 45 1835 erstmals vom englischen Astronomen John Herschel entdeckt wurde, gelang den Wissenschaftlern die erste Entdeckung einer Low Surface Brightness Galaxy, die als Malin 1 bekannt ist, erst 1986. Forschungen deuten darauf hin, dass derartige schwer erkennbaren Galaxien 30 bis 60 % aller Galaxien im Universum ausmachen könnten. Mit einem mittelgroßen Teleskop (etwa dem Celestron 11069 NexStar 8SE, das derzeit für 2.049 Euro bei Amazon erhältlich ist) kann man in die Walfisch-Konstellation hineinzoomen und unter den richtigen Beobachtungsbedingungen einen Blick auf NGC 45 erhaschen.
Quelle(n)
ESA, Hanson Astronomy, und Swinburne University of Technology
Bildquelle: NASA














