Notebookcheck Logo

Mission zur planetaren Verteidigung: Hera-Sonde sichtet Asteroiden in 3 Millionen km Entfernung

Bild, das die von der Oberfläche von Dimorphos weggesprengten Trümmer zeigt, die nach dem gezielten Einschlag der DART-Sonde der NASA entstanden sind. (Bildquelle: NASA, ESA, STScI und Hubble; beschnitten)
Bild, das die von der Oberfläche von Dimorphos weggesprengten Trümmer zeigt, die nach dem gezielten Einschlag der DART-Sonde der NASA entstanden sind. (Bildquelle: NASA, ESA, STScI und Hubble; beschnitten)
Die Hera-Sonde der ESA, die zur Weiterentwicklung von Techniken zur planetaren Verteidigung unterwegs ist, hat zwei kurzfristig angesetzte Tests erfolgreich bestanden. Zu verschiedenen Zeitpunkten nahm die Raumsonde Bilder von den Asteroiden (1126) Otero und (18805) Kellyday auf. Damit hat sie ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, schnell kaum sichtbare, weit entfernte Weltraumobjekte zu identifizieren. Dies ist eine wesentliche Fähigkeit für Missionen zur planetaren Verteidigung.

Hera, eine Raumsonde, die am 7. Oktober 2024 gestartet wurde, ist auf dem Weg zum binären Asteroidensystem Didymos. Dieses besteht aus den beiden Asteroiden Dimorphos und Didymos, wobei der kleinere Dimorphos den größeren Didymos umkreist. Im Jahr 2022 wurde die NASA-Sonde DART (Double Asteroid Redirection Test) dorthin geschickt, um die Ablenkung von Asteroiden erstmals zu testen. Dazu schlug die Sonde in Dimorphos ein. Die Mission war erfolgreich, da der Aufprall die Umlaufbahn von Dimorphos veränderte.

Ende 2026 soll Hera am Didymos-System eintreffen, um eine Nachuntersuchung von Dimorphos durchzuführen. Dadurch sollen Wissenschaftler letztlich dabei unterstützt werden, zu verstehen, wie effektiv Asteroiden-Ablenkungstechniken für die planetare Verteidigung sind. Davor musste die ESA die Kamera der Sonde jedoch unter ähnlichen Bedingungen testen, wie sie bei der ersten Sichtung von Didymos zu erwarten sind.

Mithilfe ihrer Asteroid Framing Camera hat die Sonde Hera den seltenen A-Typ-Asteroiden Otero aus einer Entfernung von rund drei Millionen Kilometern aufgenommen. Die Kamera der Sonde beobachtete den Asteroiden drei Stunden lang und fertigte alle sechs Minuten eine Aufnahme an. Eine aus diesen Bildern erstellte Zeitrafferaufnahme zeigte die Bewegung des Asteroiden und unterschied ihn so von einem Stern.

Nach der Sichtung von Otero im Mai 2025 wurde das Kamerasystem von Hera zwei Monate später erneut aktiviert. Am 19. Juli nahm es den etwa 40-mal lichtschwächeren Kellyday auf. Giacomo Moresco, Flugdynamik-Ingenieur am Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) der ESA in Darmstadt, beschrieb die Ergebnisse dieser Schnellreaktion als „sehr ermutigend”. Damit beweist Hera ihre Einsatzbereitschaft für die Mission am Didymos-System.

Quelle(n)

NASA und ESA

Bildquelle: NASA (oben verlinkt)

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-08 > Mission zur planetaren Verteidigung: Hera-Sonde sichtet Asteroiden in 3 Millionen km Entfernung
Autor: Chibuike Okpara, 12.08.2025 (Update: 12.08.2025)