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Hubble-Teleskop liefert bisher schärfstes Bild des schnellsten interstellaren Kometen

Hubble-Teleskop liefert bisher schärfstes Bild des schnellsten interstellaren Kometen
Ein Bild des interstellaren Kometen 3I/ATLAS, aufgenommen vom Hubble-Teleskop (Bildquelle: NASA, ESA, David Jewitt und Joseph DePasquale; beschnitten)
Der kürzlich entdeckte Komet 3I/ATLAS hat das Interesse von Astronomen geweckt. Nun hat das Hubble-Teleskop das bisher klarste Bild des interstellaren Besuchers geliefert und damit unser Verständnis erweitert.

Der Komet 3I/ATLAS wurde am 1. Juli 2025 erstmals vom Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) entdeckt. ATLAS ist ein von der University of Hawai’i entwickeltes und von der NASA finanziertes System. Der Komet wurde mit dem Gemini North Telescope in einer Entfernung von 676 Millionen Kilometer von der Sonne aus beobachtet.

Doch dank der Beobachtungen des NASA/ESA-Hubble-Weltraumteleskops vom 21. Juli konnten Astronomen die Größe des Kometenkerns genauer bestimmen. Die von Hubble gesammelten Daten deuten darauf hin, dass der Kern einen Durchmesser von bis zu 5,63 km erreichen könnte, aber eventuell auch nur 304,8 m groß sein könnte. Auf Hubbles Aufnahme ist eine Wolke aus Staub zu erkennen, die von der der Sonne zugewandten Seite des Kometen austritt. Darüber hinaus ist auf dem Bild ein Staubschweif erkennbar, der vom Kometenkern ausströmt.

Allerdings ist die in Hubbles Daten aufgezeigte Rate des Staubverlusts für 3I/ATLAS nicht ungewöhnlich. Sie stimmt mit Kometen überein, die erstmals in einer Entfernung von rund 483 Millionen Kilometern von der Sonne entdeckt werden. Diese Kometen, die aus gefrorenem Staub und Eis bestehen, erhitzen sich, wenn sie sich der Sonne nähern. Ein Teil des gefrorenen Materials wird zu Gas und bildet den beobachteten Staub, der vom Kometen wegströmt.

Doch im Gegensatz zu früher beobachteten Kometen bewegt sich 3I/ATLAS mit einer rekordverdächtigen Geschwindigkeit von 209 215 km/h. Diese hohe Geschwindigkeit belegt, dass der Komet seit vielen Milliarden Jahren durch den interstellaren Raum reist. Man nimmt an, dass Gravitationsschübe von Sternen und Nebeln seine Geschwindigkeit im Laufe der Zeit stetig erhöht haben.

Trotz der aktuellen Erkenntnisse gibt es einen Aspekt des Kometen, der noch nicht direkt beobachtet wurde: seinen Kern. Die NASA plant weitere Missionen, um mehr Details über den Kometen und seine chemische Zusammensetzung zu erforschen. In der Zwischenzeit spekuliert Avi Loeb, Professor an der Harvard University, dass es sich bei dem Kometen um eine außerirdische Sonde handeln könnte.

Quelle(n)

NASA und Sky at Night Magazine

Bildquelle: NASA (oben verlinkt)

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-08 > Hubble-Teleskop liefert bisher schärfstes Bild des schnellsten interstellaren Kometen
Autor: Chibuike Okpara, 10.08.2025 (Update: 10.08.2025)