Der Weltraum ist aufgrund zahlreicher physikalischer Faktoren ein riesiger und weitgehend unerforschter Ort. Ein Start-up möchte diesen Bereich jedoch revolutionieren, indem es einen riesigen Spiegel in unser Sonnensystem bringt, um Sonnenenergie zur Erde zurückzuleiten. Hinter diesem erstaunlichen Projekt steckt das kalifornische Unternehmen Reflect Orbital. Und das aus gutem Grund: Zwar wird Solarenergie heute an vielen Orten weltweit auf vielfältige Weise mittels Solarmodulen eingefangen, doch diese können nachts kein Sonnenlicht absorbieren.
Für dieses Projekt plant das Start-up, einen Satelliten mit einem großen, darauf installierten Spiegel ins All zu schicken, um diese Energie kontinuierlich und ohne Unterbrechung einzufangen. Der Spiegel besteht aus Mylar, einem Polyestergewebe mit einer sehr feinen, aber extrem widerstandsfähigen Oberfläche. Doch damit nicht genug:
Während das Senden eines Satelliten ins All heute alltäglich ist, muss ein weiterer entscheidender Schritt unternommen werden. Der Spiegel muss Sonnenlicht auf verschiedene spezifische Punkte auf der Erde reflektieren, um eine große Menge Energie zu liefern. Dies erfordert eine bemerkenswerte technologische Meisterleistung, wie sie beispielsweise ein KI-gesteuerter Satellit demonstriert, der in einer NASA-Mission eingesetzt wurde.
Für diese Phase sind somit bereits zwei Dienstleistungen vorgesehen: Energie und Beleuchtung. Die erste beinhaltet das Senden von Sonnenlicht zu Solarkraftwerken in der Nacht, damit Solarmodule auch dann Energie produzieren können, wenn die Sonne nicht scheint. Die zweite Dienstleistung umfasst das Lenken dieses Lichts auf Gebiete der Erde, die eine spezifische Beleuchtung benötigen.
Ein Beispiel hierfür ist das Dorf Viganella in Italien, das von einem auf einem Hügel befindlichen Spiegel beleuchtet wird. Es sei angemerkt, dass das Start-up langfristig große Pläne hat. Es möchte 57 Spiegel in einer Höhe von 600 km platzieren, um eine künstliche Konstellation von Satellitenreflektoren im niedrigen Erdorbit zu schaffen. Sollte dies gelingen, könnte dies in vielen Bereichen sehr nützlich sein.
Quelle(n)
Sciencepost (auf Französisch)





















