Der Wirtschafts- und Tech-Journalist Tae Kim berichtet auf X (ehemals Twitter) über eine mögliche Neuausrichtung von HP beim Einkauf von Arbeitsspeicher. Gegenüber der Bank of America sollen sich Manager von HP entsprechend geäußert haben. Dementsprechend soll sich HP aktuell mit zusätzlichen Speicherlieferanten aus China befassen. Ziel dieser Maßnahmen sei es, Produkte für den asiatischen Raum sowie einen begrenzten Teil des europäischen Marktes direkt mit Komponenten aus chinesischer Fertigung zu versorgen.
Im Gegensatz zu Prozessoren und Grafikkarten handelt es sich bei Speicherchips um Hardware, deren Grundprinzipien jedem offenstehen und die durch Standardisierung von verschiedenen Herstellern kommen können. Neben den Preisen für Speicherchips dürfte HP Leistung und Langlebigkeit verifizieren wollen.
Technisch betrachtet ist die Funktionsweise von Arbeitsspeicher kein Geheimnis und die Hürden für den Markteintritt sind niedriger als bei High-End-Prozessoren. Moderner DDR5-RAM lässt sich beispielsweise auch mit Strukturbreiten von 14 Nanometern fertigen. Für diesen Prozess sind keine extrem teuren und sanktionsbehafteten EUV-Lithografiemaschinen notwendig, was chinesischen Fertigern in die Karten spielt.
Als potenzielle Partner für HP kommen daher Unternehmen wie CXMT (ChangXin Memory Technologies) oder YMTC (Yangtze Memory Technologies Corp) infrage. Während CXMT bereits DDR5-Speicher herstellt, versucht sich YMTC laut Branchenkennern gerade am Markteintritt.
Theoretisch wäre für solche Fertigungsprozesse sogar eine Auftragsfertigung bei Unternehmen wie GlobalFoundries denkbar, da auch dort das Know-how für 14-nm-Schaltkreise vorhanden ist.












