In den vergangenen Monaten sind die Speicherpreise in alarmierendem Tempo gestiegen. Vor allem DDR5-RAM hat einen massiven Preissprung hingelegt, was Aufrüstungen für PC-Bauer erheblich erschwert. Doch auch DDR4, lange Zeit die günstigere Alternative, ist inzwischen deutlich teurer als noch vor kurzer Zeit. Infolge der anhaltenden Speicherkrise wenden sich einige PC-Bauer nun wieder deutlich älteren Plattformen zu – und DDR3 erlebt ein überraschendes Comeback.
Einem Bericht von Board Channels zufolge verzeichnen Mainboard-Hersteller in China einen starken Anstieg der Nachfrage nach DDR3-Mainboards. Demnach sollen sich die Verkaufszahlen von DDR3-Boards im Vergleich zur Zeit vor dem Preisanstieg bei Arbeitsspeicher verdreifacht haben. Neben einzelnen Mainboards verkaufen sich auch Bundle-Angebote gut, bei denen die Boards gemeinsam mit Intel-CPUs der 6. bis 9. Generation angeboten werden.
Das unterstreicht, wie angespannt die aktuelle Marktlage ist. DDR5-Speicherkits, die vor nicht allzu langer Zeit noch für einige Hundert US-Dollar erhältlich waren, kosten inzwischen fast 1.000 Euro. Für viele Nutzer ist ein Umstieg auf aktuelle Plattformen damit kaum noch realistisch. Zwar liegt DDR4 preislich unter DDR5, doch auch hier sind die Preise instabil und deutlich höher als früher. Im Vergleich dazu ist DDR3 weiterhin gut verfügbar und erheblich günstiger – und damit derzeit die preiswerteste Option.
Hinzu kommt, dass SK Hynix Berichten zufolge davon ausgeht, dass die Speicherkrise mindestens bis 2028 anhalten wird. Andere Unternehmen rechnen sogar erst ab 2031 mit einer spürbaren Entspannung. Da die Speicherpreise in diesem Jahr voraussichtlich um weitere 45 Prozent steigen sollen, dürfte sich die Situation zunächst weiter verschärfen.











