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Steam Machine: Preise geleakt, Spieler enttäuscht – Release-Termin weiter unklar

Valve Steam Machine im Wohnzimmer. (Bildquelle: Screenshot, Valve YouTube mit Bearbeitungen)
Valve Steam Machine im Wohnzimmer. (Bildquelle: Screenshot, Valve YouTube mit Bearbeitungen)
Wer gehofft hat, dass die Steam Machine das Budget schont, hat nun weiteren Grund zur Sorge. Eine tschechische Website listet Preise ab 950 US-Dollar für den kompakten PC. Damit liegt das Gerät sogar über dem Niveau der PS5 Pro. Zudem bleibt unklar, ob Valve den Release der Steam Machine aufgrund gestiegener Speicherpreise verschieben könnte.

Nachdem die Steam Machine im November erstmals aufgetaucht war, begannen umgehend Spekulationen über ihren Preis. Ein Valve-Ingenieur deutete damals an, dass sich der Preis an einem Gaming-PC mit vergleichbarer Ausstattung orientieren würde. Angesichts der stark gestiegenen Kosten für Speicher und Arbeitsspeicher würde dies jedoch einen UVP bedeuten, der deutlich über dem aktueller Konsolen liegt. Sollte ein tschechischer Händler recht behalten, fällt der Preis der Steam Machine sogar noch höher aus als bislang befürchtet.

Käufer sollten den jüngsten Leak allerdings nicht für bare Münze nehmen, solange Valve keine offizielle Ankündigung gemacht hat. Dennoch listet der tschechische Händler Smarty.cz die Version mit 512 GB Speicher für 19.826 CZK, was umgerechnet rund 950 US-Dollar entspricht. Die 2-TB-Variante soll 22.305 CZK kosten – etwa 920 Euro.

In einem neuen Update in den sozialen Medien nennt Clawsomegamer hingegen niedrigere Werte. Geht man von einer Händlermarge von 17 Prozent aus, würde die 512-GB-Version bei etwa 750 Euro liegen, während die 2-TB-Variante rund 840 Euro kosten würde.

Der Leak zum Preis der Steam Machine wurde nicht offen auf der tschechischen Website angezeigt, sondern im Quellcode entdeckt. In vielen Ländern vertreibt Valve Hardware wie das Steam Deck ausschließlich über den eigenen Store. In anderen Regionen führen jedoch auch Drittanbieter neue Geräte.

Es ist möglich, dass Valve eine finale Preisentscheidung getroffen hat und Smarty.cz diese Informationen unbeabsichtigt veröffentlicht hat. Ebenso denkbar ist jedoch, dass das Unternehmen diese Pläne inzwischen verworfen hat und zu einem späteren Zeitpunkt ein Update nachreichen wird. So oder so stellen viele Spieler infrage, ob der kompakte PC eine derart hohe Investition rechtfertigen würde.

Könnte Valve die Steam Machine noch verschieben?

Angesichts stark steigender Speicherpreise äußern Quellen wie Insider Gaming Zweifel an einem Release der Steam Machine im ersten Quartal 2026. Die Begründung: Ohne eine ausreichende Verfügbarkeit von DDR5-Arbeitsspeicher könnte Valve keine attraktiven Preise ankündigen. Laptop-Hersteller, die auf dieselben Komponenten angewiesen sind, haben ihre Preise bereits über weite Teile ihres Sortiments angehoben.

Andere Insider, darunter Moore’s Law Is Dead, bringen stattdessen eine Barebone-Version des Systems ins Gespräch. Käufer könnten sich vergleichsweise günstigen Arbeitsspeicher und Massenspeicher selbst beschaffen und nachrüsten. Unabhängig davon dürfte Valve jedoch auch eine sofort einsatzbereite Variante anbieten wollen.

Hoffentlich spiegelt die tschechische Preisangabe nicht wider, was die meisten Spieler letztlich für die Steam Machine zahlen müssen. Andernfalls läge der Preis nicht nur über dem der PS5, sondern selbst die PS5 Pro würde im Vergleich als günstiges Angebot erscheinen. Zwar versprechen die von Valve veröffentlichten Spezifikationen einen schnelleren Prozessor sowie verbesserte Upscaling- und Raytracing-Funktionen. Abzuwarten, bis sich die durch KI befeuerte Speicherknappheit entspannt, erscheint aber dennoch sinnvoll.

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Autor: Adam Corsetti, 10.01.2026 (Update: 10.01.2026)