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Valve stellt das Steam Deck mit LCD-Display ein und setzt auf das teurere OLED-Modell – ein Rückschlag für günstige Gaming-Handhelds

Im Bild: das Steam Deck LCD, Valves günstiger Gaming-Handheld. (Bildquelle: Screenshot, Valve YouTube)
Im Bild: das Steam Deck LCD, Valves günstiger Gaming-Handheld. (Bildquelle: Screenshot, Valve YouTube)
Das 2022 erschienene Steam Deck LCD konnte sich schnell eine treue Fangemeinde unter Handheld-Gamern aufbauen. Umso größer fällt nun der Unmut aus: Valve wird seinen bislang günstigsten Gaming-Handheld offenbar in absehbarer Zeit aus dem Sortiment nehmen. Der Nachfolger, das Steam Deck OLED, bringt zwar spürbare technische Verbesserungen mit – darunter ein OLED-Display und eine optimierte Performance –, bewegt sich preislich inzwischen jedoch auf Augenhöhe mit Konkurrenzgeräten wie dem ROG XboX Ally oder dem Legion Go S.

Trotz neuer Alternativen wie dem ROG XboX Ally gilt das Steam Deck LCD für viele weiterhin als das Gerät mit dem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch wer den günstigen Handheld bislang nicht bestellt hat, könnte bald leer ausgehen: Zumindest in den USA führt der offizielle Store von Valve inzwischen nur noch die OLED-Variante als verfügbar.

Das Ende einer Ära für Steam-Anhänger

Wer aktuell die Website von Valve besucht, stößt beim günstigeren Modell auf eine ernüchternde Mitteilung: „Wir stellen das Steam Deck LCD mit 256 GB nicht mehr her. Sobald es ausverkauft ist, wird es nicht mehr verfügbar sein.“ Ein Blick auf die Produktseite zeigt: Das Modell ist bereits vergriffen.

Damit verbleiben nur noch die Varianten mit 512 GB und 1 TB des Steam Deck OLED zur Auswahl – ein deutlicher Preissprung. Die günstigste Version liegt nun bei rund 644 Euro, während das inzwischen eingestellte LCD-Modell häufig rabattiert war und ursprünglich mit 419 Euro zu Buche schlug.

Das Steam Deck LCD ist im Valve Store ausverkauft. (Bildquelle: Screenshot, Valve)
Das Steam Deck LCD ist im Valve Store ausverkauft. (Bildquelle: Screenshot, Valve)

Trotz des Auslaufens von Valves günstigster Option bleibt der Markt für portable Gaming-PCs insgesamt gut aufgestellt. Neben dem ROG Ally zählt auch das Lenovo Legion Go S zur gleichen Preisklasse. Wer bereit ist, etwas Hand anzulegen, kann auf den Windows-11-Geräten sogar SteamOS installieren. Dennoch schätzten viele Nutzer am Steam Deck vor allem die eigenständigen Spezifikationen – allen voran die charakteristischen Dual-Trackpads, die es so bei der Konkurrenz nicht gibt.

Lohnt sich der Aufpreis für das Steam Deck OLED?

Viele Nutzer loben das verbleibende Valve-Modell vor allem für sein leicht vergrößertes 7,4-Zoll-OLED-Display. Neben einem hohen Kontrastwert punktet es mit einer Bildwiederholrate von 90 Hz sowie HDR-Unterstützung. Dennoch gilt: Da der Prozessor weitgehend unverändert bleibt, profitieren Spieler kaum von einem spürbaren Leistungsschub.

Warum sich Valve ausgerechnet jetzt vom Steam Deck LCD verabschiedet, darüber lässt sich nur spekulieren. Eine naheliegende Erklärung: Der aktuelle DRAM-Engpass und steigende Speicherpreise setzen die gesamte Branche unter Druck. Gerüchten zufolge könnte das sogar Auswirkungen auf kommende Hardware haben – bis hin zu einer möglichen Verzögerung der Steam Machine.

Nach fast vier Jahren auf dem Markt könnte Valve schlicht entschieden haben, dass die Zeit für den Abschied gekommen ist. Dennoch dürfte das Steam Deck LCD noch lange nicht vollständig verschwinden – auf dem Gebrauchtmarkt wird der günstige Gaming-Handheld voraussichtlich weiterhin seinen Platz behaupten.

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Autor: Adam Corsetti, 20.12.2025 (Update: 20.12.2025)