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Heimliche Preiserhöhung: Corsair verteuert DDR5-RAM kurz nach Ausgabe von 40%-Gutscheinen massiv

Corsair Dominator DDR5 RAM. (Bildquelle: Corsair)
Corsair Dominator DDR5 RAM. (Bildquelle: Corsair)
Corsair hat nach der Stornierung von DDR5-RAM-Bestellungen als Kulanzmaßnahme 40%-Rabattcodes ausgegeben. Es scheint jedoch, dass das Unternehmen die Preise für Arbeitsspeicher kurz darauf stillschweigend erhöht hat.

Corsair sieht sich erneut Kritik aus der PC-Community ausgesetzt. Grund dafür sind heimliche Preiserhöhungen bei DDR5-RAM, die kurz nachdem das Unternehmen 40-%-Rabattcodes als „Geste des guten Willens“ verteilt hatte, im Shop auftauchten. Die Situation eskalierte, als Corsair mehrere DDR5-RAM-Bestellungen mit Verweis auf einen „Preisfehler“ im System stornierte.

Viele Kunden hatten bereits eine Bestätigung erhalten, nur um Tage später die Stornierung zu sehen. Dies löste einen heftigen Backlash unter PC-Buildern aus, die der Meinung waren, dass das Unternehmen zu den angezeigten Preisen liefern müsse. Als Reaktion bot Corsair zunächst 15-%-Gutscheine für künftige Einkäufe an, was die Gemüter jedoch kaum beruhigte. Da der Frust in der Community weiter wuchs, legte das Unternehmen nach und gab den betroffenen Kunden stattdessen 40-%-Rabattcodes aus.

Doch nur zwei Tage nach der Verteilung dieser 40-%-Coupons hat Corsair die Preise für DDR5-Produkte im gesamten Shop stillschweigend erhöht. Dadurch wird der tatsächliche Wert der Rabatte erheblich gemindert. Ein deutliches Beispiel ist das Corsair Vengeance 64 GB DDR5-Kit. Laut einem Screenshot von web.archive.org lag der Preis bis vor zwei Tagen noch bei $841,99 (etwa 720 Euro). Dieser Preis war zwar bereits sehr hoch, spiegelte aber die aktuelle Marktlage wider, in der die Preise aufgrund des KI-Booms und der hohen DRAM-Nachfrage stark gestiegen sind. Kurz nach Ausgabe der 40-%-Codes sprang der Preis für dasselbe Kit jedoch auf $1.071 (etwa 916 Euro) – ein satter Aufschlag von rund $230 (etwa 197 Euro).

Dies ist kein Einzelfall: Das Corsair Dominator Titanium RGB 48 GB DDR5-Kit war zuvor für $647,99 gelistet (etwa 554 Euro). Inzwischen liegt der Preis bei $819,99 (etwa 701 Euro), was darauf hindeutet, dass Corsair die Preise über mehrere High-End-Speicherkits hinweg nach oben korrigiert hat. Diese Änderungen wurden nicht öffentlich kommuniziert. Stattdessen tauchten die neuen Preise einfach im Corsair-Shop auf, was viele zu der Annahme führt, dass die Erhöhungen heimlich durchgeführt wurden.

Im Ergebnis zahlen Kunden, die den 40-%-Gutschein nutzen, fast den gleichen Betrag, den die Kits zuvor regulär gekostet haben – der tatsächliche Vorteil des Angebots verpufft damit nahezu. Für Corsair ist dies nicht die einzige Negativschlagzeile der letzten Wochen. Bereits vor der RAM-Kontroverse berichtete ein Nutzer über den Kauf eines Prebuilt-Gaming-PCs am 31. Dezember. Die Bestellung wurde zunächst bestätigt, dann jedoch ohne Vorwarnung storniert. Kurz darauf wurde dasselbe System für $800 (684 Euro) mehr wieder im Shop gelistet.

Früherer Preis des Corsair Vengeance 64GB DDR5 RAM Kits (Bildquelle: web.archive)
Früherer Preis des Corsair Vengeance 64GB DDR5 RAM Kits (Bildquelle: web.archive)
Aktueller Preis des Corsair Vengeance 64GB DDR5 RAM Kits (Bildquelle: Corsair)
Aktueller Preis des Corsair Vengeance 64GB DDR5 RAM Kits (Bildquelle: Corsair)
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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Heimliche Preiserhöhung: Corsair verteuert DDR5-RAM kurz nach Ausgabe von 40%-Gutscheinen massiv
Autor: Abdul Haddi,  7.01.2026 (Update:  7.01.2026)