DDR5-RAM-Preise fallen nach TurboQuant-Ankündigung überraschend

Hohe Speicherkosten haben bei Konsolen- und PC-Spielern für erhebliche Probleme gesorgt. Dennoch gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Preise für DDR5-RAM stabilisieren. Wie Wccftech festgestellt hat, verzeichnen Module von Corsair auf Amazon US einen ungewöhnlichen Preisrückgang. Googles TurboQuant KI-Kompressionsalgorithmus könnte weitere positive Entwicklungen für Verbraucher bedeuten.
Wir haben kürzlich über günstigere Speicherpreise in Teilen Europas berichtet. Diese Entwicklung scheint inzwischen auch auf den US-Markt übergegangen zu sein, wenn auch bislang vor allem bei einem einzelnen Hersteller. Ein Corsair Vengeance DDR5-RAM-Kit mit 32GB kostet derzeit 379,99 US-Dollar (ca. 330 Euro), nach einem früheren Höchstpreis von 439,99 US-Dollar (ca. 382 Euro). Auch bei der Variante ohne Beleuchtung gab es bereits Preissenkungen, sie liegt jedoch ebenfalls unter ihrem bisherigen Höchststand.

Leider bleibt der Großteil von DRAM aufgrund der anhaltenden Speicherknappheit für viele Käufer unerschwinglich. PCPartPicker, eine Plattform zum Tracken von Preisen für PC-Komponenten, zeigt zwar eine Stabilisierung, jedoch keine deutlichen Preisrückgänge bei den meisten RAM-Kits. Die Ankündigung von Google könnte langfristig trotzdem für Entlastung sorgen.
Auswirkungen von TurboQuant auf die Speicherpreise
Am 24. März hat der Technologiekonzern weitere Details zu seinem TurboQuant-Algorithmus veröffentlicht. Dieser adressiert den wachsenden Bedarf an Key-Value-(KV)-Cache-Speicher durch KI-Modelle. Die Weiterentwicklung könnte den Bedarf um das Sechsfache reduzieren und gleichzeitig die Leistung steigern. Theoretisch würden komplexe Modelle dadurch weniger DRAM und HBM benötigen, was die Speicherknappheit entschärfen könnte.
Die Aktien großer Anbieter wie SK Hynix und Samsung fielen, nachdem Investoren die Nachricht aufgenommen hatten. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass TurboQuant die Speicherpreise für Verbraucher spürbar senkt. Stärker finanzierte Rechenzentren könnten künftig auf noch größere KI-Modelle setzen, die zusätzliche Module erfordern. In der Folge würden Hersteller weiterhin Enterprise-Kunden gegenüber Spielern priorisieren.
Ohne eine wirksame Lösung oder ein Platzen der KI-Blase ist nicht zu erwarten, dass die Preise für DDR5-RAM deutlich sinken. Da auch GPUs und Speicherlösungen betroffen sind, wird der Bau von Gaming-PCs zunehmend schwieriger. Zusätzlich verlieren auch einige Konsolen an Attraktivität. Erst kürzlich hat Sony deutliche Preiserhöhungen für die unverbindlichen Preisempfehlungen der PS5 und PS5 Pro angekündigt.













