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Speicherkrise trifft Kamera-Nutzer: Sony stoppt Verkauf von SD- und CFexpress-Karten

Sony stellt den Verkauf vieler SD-Karten und CFexpress-Karten ein.
ⓘ Photoshot/Pixabay; Huy dkc/Pixabay
Sony stellt den Verkauf vieler SD-Karten und CFexpress-Karten ein.
Sony nimmt zahlreiche SD- und CFexpress-Karten vorerst aus dem Verkauf und begründet dies mit der weltweiten Knappheit bei Halbleitern. Für Kamera-Nutzer könnte das zum Problem werden, denn schnelle Speicherkarten sind für moderne Foto- und Video-Workflows essenziell.

Sony zieht bei Speicherkarten vorerst die Reißleine. Seit dem 27. März 2026 nimmt der Konzern für einen großen Teil seines Sortiments keine neuen Bestellungen mehr an (auf Japanisch). Betroffen sind vor allem viele SD-Karten sowie CFexpress-Modelle vom Typ A und Typ B. Der Verkaufsstopp scheint sowohl für Wiederverkäufer als auch für Direktkunden im japanischen Sony-Store zu gelten. Als Grund nennt Sony den vorherrschenden Mangel an Halbleitern.

Der KI-Boom sorgt dafür, dass Hyperscaler große Mengen an DRAM- und NAND-Flash-Speicher aufkaufen. Das treibt nicht nur die Preise für RAM nach oben, sondern setzt inzwischen auch SSDs, HDDs und Speicherkarten unter Preisdruck. Für Kreative hat das unmittelbare Folgen: Wer mit hochauflösenden Fotos, 8K-Material oder schnellen Serienbildkameras arbeitet, ist auf performante Speichermedien angewiesen. Gerade CFexpress-Karten sind in vielen Profi-Kameras unverzichtbar, weil nur sie die nötigen Schreibraten für große Raw-Dateien und datenintensive Videoformate liefern. Wer auf solche Speichermedien angewiesen ist, könnte Angesichts der zu erwartenden Preisentwicklung von frühen Käufen profitieren. Kurzfristig ist die Versorgung aber nicht komplett gefährdet, da mit SanDisk, Lexar und Kingston mehrere etablierte Hersteller am Markt sind, die bislang keinen vergleichbaren Bestell- oder Lieferstopp angekündigt haben.

Sonys Verkaufsstopp dürfte die Verfügbarkeit von SD- und Cfexpress-Karten dennoch einschränken und die Preise noch verfügbarer Einheiten in die Höhe treiben. Bei microSD-Speicherkarten zeichnet sich dieser Trend schon länger ab. So ist etwa die SanDisk Extreme PRO A2 (64 GB für rund 26 Euro bei Galaxus erhältlich) laut Idealo seit Anfang 2026 um das Doppelte im Preis gestiegen. Sony spricht nur von einer vorübergehenden Aussetzung der Bestellannahme. Das Unternehmen schreibt, dass über eine Wiederaufnahme der Bestellungen abhängig von der Versorgungslage entschieden werde. Von einer dauerhaften Einstellung der betroffenen Karten ist in der Mitteilung keine Rede. Auch ein Produktionsende bestätigt Sony nicht. Ob und wann die betroffenen Speicherkarten wieder verfügbar sein werden, ist aber unklar. 

Quelle(n)

Sony (auf Japanisch)

Bildquelle: Photoshot/Pixabay; Huy dkc/Pixabay

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Speicherkrise trifft Kamera-Nutzer: Sony stoppt Verkauf von SD- und CFexpress-Karten
Autor: Marius Müller, 30.03.2026 (Update: 30.03.2026)