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Massiver KI-Einsatz bei Battlefield 6: Entwickler verzichten auf Steam-Hinweis

Massiver KI-Einsatz bei Battlefield 6: Entwickler verzichten auf Steam-Hinweis
ⓘ EA (bearbeitet)
Charakter aus Battlefield 6
Die Entwicklung von Battlefield 6 hätte ohne KI-Tools möglicherweise Jahre länger gedauert, wie aus einem neuen Bericht hervorgeht. Die Entwickler setzten auf maschinelles Lernen, um die Lippenbewegungen natürlicher wirken zu lassen und die Gesichtsanimationen anzupassen. Trotz der fehlenden Steam-Kennzeichnung sind viele Spieler zudem überzeugt, dass das Unternehmen auch KI-generierte Bilder genehmigt hat.

Es gibt Hinweise darauf, dass generative KI eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Battlefield 6 gespielt hat. Das Wirtschaftsportal Fast Company hob in einem aktuellen Artikel die innovativsten Spieleunternehmen hervor. Dem Bericht zufolge profitierten insbesondere die Lippensynchronisation für Sprachaufnahmen (Voice-Overs) und die Erstellung von Gesichtern von dieser Technologie.

Es bleibt jedoch fraglich, ob dieser Einsatz eine verpflichtende Offenlegung auf Steam erforderlich macht. EAs Shooter stand bereits zuvor wegen verdächtiger DLC-Veröffentlichungen unter Beobachtung. In einem Fall wurde ein Cosmetic-Pack mit einer seltsam konfigurierten Waffe veröffentlicht. Zudem wies ein Skin mit einer schaurigen Maske eine verblüffende Ähnlichkeit mit älteren Artworks von Call of Duty auf. Die Entwickler entfernten einige dieser Gegenstände, kommentierten deren Herkunft jedoch nie.

Der von Insider Gaming entdeckte Bericht von Fast Company konzentriert sich auf den Einfluss der KI vor dem Release von Battlefield 6. Das Tool Voice2Face analysiert dabei aufgezeichnete Sprache und generiert präzise lippensynchrone Animationen. Laut dem Artikel wurden „30 % der finalen animierten Sprache“ mit diesem Tool erstellt.

Auch FaceRig unterstützte die Grafiker und machte das Anpassen von Gesichtern für die Charaktere in Battlefield 6 weniger mühsam. Ein Großteil der Arbeit blieb jedoch eine menschliche Leistung, und die Ergebnisse wirken polierter als hastig erstellte Grafiken. Dennoch können Spieler die Produkte des maschinellen Lernens in der Verkaufsversion erkennen.

Wie Steam die KI-Nutzung vor dem Release bewertet

Ein Steam-Spiel muss nicht zwangsläufig offenlegen, wie KI die Entwicklung beeinflusst hat. Studios können die Technologie für das Brainstorming von Konzepten oder zur Steigerung der Effizienz beim Programmieren nutzen. Valve verlangt jedoch eine Offenlegung, wenn es sich um „für den Spieler sichtbare KI-Inhalte“ (Player-facing AI output) handelt.

Wann immer Entwickler Abkürzungen beim Charakterdesign nehmen, könnten Kritiker Einspruch erheben. Immer häufiger bewegen sich Publisher am Rande der Regeln und versäumen es, KI-Einsätze offenzulegen – selbst wenn diese nur minimal sind. Die jüngste Kontroverse gab es bei Crimson Desert, wo Pearl Abyss es versäumte, Platzhalter-KI-Bilder zu entfernen. Ein enttäuschter Fan forderte nach vier Stunden Spielzeit erfolglos eine Rückerstattung über Steam.

Vor dem Release von Battlefield 6 betonte EA, dass keine maschinell erzeugten Assets in der Verkaufsversion enthalten sein würden. Angesichts der massiven Investitionen des Unternehmens in KI-Tools waren die Spieler skeptisch. Die Gamer werden weiterhin darüber debattieren, ob das Studio dieses Versprechen gehalten hat.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Massiver KI-Einsatz bei Battlefield 6: Entwickler verzichten auf Steam-Hinweis
Autor: Adam Corsetti, 27.03.2026 (Update: 27.03.2026)