Junkrunner 64 bietet eine Open World in Skyrim-Größe auf dem Nintendo 64

In einer Zeit, in der schlecht optimierte Spielveröffentlichungen mit aufgeblähten Systemanforderungen und immer weiter steigenden Hardwarepreisen zum Alltag gehören, ist es bemerkenswert zu sehen, dass Homebrew-Entwickler noch immer wissen, wie man das Maximum aus bestehender Hardware herausholt – und Junkrunner 64 wirkt dabei wie eines der bislang ambitioniertesten Beispiele. Das Spiel präsentiert eine Open World in Skyrim-Größe, die auf echter Nintendo-64-Hardware spielbar ist. Es beeindruckt aber nicht nur durch seinen enormen Umfang: Auch grafisch liegt es über dem Niveau bestehender Nintendo-64-Titel und erinnert in manchen Szenen eher an ein schlichtes Spiel für den Nintendo GameCube oder Nintendo 3DS. Aber wie ist das eigentlich möglich?
Nun, ein paar Jahrzehnte Zeit, in denen die Community auf ein festes Hardware-Ziel hin optimieren konnte, haben dabei sicherlich geholfen. Der Entwickler hinter Junkrunner 64, James Lambert, hat sich allerdings schon zuvor mit anderen scheinbar unmöglichen Projekten auf echter Nintendo-64-Hardware einen Namen gemacht – darunter Portal 64 und funktionierende MegaTextures, die ursprünglich mit id Tech 5 eingeführt und später in RAGE sowie DOOM 2016 eingesetzt wurden. Diese Erfahrung machte Lambert zur idealen Besetzung für ein Projekt wie dieses. Zudem arbeitete er mit weiteren N64-Homebrew-Entwicklern zusammen, darunter Pyroxene, Caitlin G Cooke, terzdesign und Kælin.
In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche beeindruckende Fortschritte in der Nintendo-64-Homebrew-Szene. Besonders sichtbar waren dabei die Arbeiten der Entwickler hinter der Smash Remix-Erweiterung für Super Smash Bros. 64 sowie des allgegenwärtigen Mario 64-Modders Kaze Emanuar. Diese Entwickler konzentrieren sich jedoch in der Regel auf hochwertige Erweiterungen oder Fangames. Lambert und sein Team gehen dagegen einen großen Schritt weiter, indem sie ein vollständig eigenständiges Open-World-Spiel für den Nintendo 64 präsentieren – und das sieht tatsächlich ziemlich spaßig aus, insbesondere mit Blick auf die schnelle Fortbewegung per Hoverboard.
Wer mehr über Junkrunner 64 und darüber erfahren möchte, wie das Spiel auf echter Hardware lauffähig gemacht wurde, findet in James Lamberts eigenem Video oben eine gute Anlaufstelle. Wer es stattdessen selbst ausprobieren möchte, kann dies per Emulator tun – wobei die Ergebnisse variieren können – oder auf der eigenen Konsole mit dem passenden Flash-Cartridge. Den Download-Link auf GitHub gibt es unten.
Quelle(n)
James Lambert auf YouTube, GitHub Download für Junkrunner 64












