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Skyrim-Entwickler erklärt anhaltenden Erfolg: „Open World ist zum Klischee geworden“

Screenshot aus The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition auf PC (Bildquelle: Steam Community)
Screenshot aus The Elder Scrolls V: Skyrim Special Edition auf PC (Bildquelle: Steam Community)
Der leitende Designer von Skyrim, Bruce Nesmith, erklärte in einem kürzlichen Interview mit FRVR, dass der anhaltende Reiz des Spiels in seinem kompromisslosen Open-World-Design und der uneingeschränkten Handlungsfreiheit der Spieler liege. Seiner Meinung nach setzen viele moderne Titel diese Qualitäten auch im Jahr 2025 weiterhin nur klischeehaft und ohne wirkliche Tiefe um.

Bruce Nesmith, der leitende Designer von The Elder Scrolls V: Skyrim, hat seine Erkenntnisse darüber geteilt, warum das Kult-Rollenspiel auch fast 14 Jahre nach seiner Veröffentlichung im Jahr 2011 weiterhin Spieler in seinen Bann zieht. Er führte das Open-World-Design und die uneingeschränkte Handlungsfreiheit der Spieler als wesentliche Elemente seiner anhaltenden Attraktivität an.

In einem kürzlichen Interview mit FRVR zeigte sich Nesmith überrascht über die anhaltende Popularität des Spiels. Er erinnerte sich daran, wie Todd Howard von Bethesda ihm selbst ein Jahrzehnt später noch regelmäßig aktuelle Spielerstatistiken mitteilte, die ihn fassungslos machten. Dies wird dadurch bestätigt, dass die Special Edition von Skyrim jederzeit eine durchschnittliche Anzahl gleichzeitiger Spieler von 25.000 bis 30.000 aufrechterhält. Diese Zahlen übertreffen andere Titel wie The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered um mehr als das Zehnfache.

Angesichts seines Alters ist die anhaltende Attraktivität von Skyrim bemerkenswert, besonders in einer Ära, die von Live-Service-Titeln wie Bethesdas Fallout 76 und Starfield dominiert wird, die ständig neue Inhalte erhalten. Nesmith führt den Erfolg von Skyrim auf dessen einzigartigen Umgang mit der Open-World-Mechanik zurück. Er ist überzeugt, dass Skyrim damit einen Maßstab gesetzt hat, den nur wenige Spiele erfolgreich reproduzieren konnten.

Er beschreibt den Begriff „Open World“ als ein „klischeehaftes Statement“ im modernen Gaming, da Entwickler dieses Feature häufig anpreisen, ohne die Tiefe und Freiheit zu bieten, die Skyrim seinen Spielern bietet. Nesmith erklärte: „Ich denke, Skyrim hat die offene Welt auf eine Weise umgesetzt, wie es niemand zuvor getan hat und wie es seither nur sehr wenige versucht haben.“ Nesmith fügte hinzu, dass das Entwicklungsteam Eigenheiten und unerwartete Ereignisse, die manchmal als Bugs abgetan wurden, bewusst akzeptierte, um das charmante Gameplay des Spiels zu bewahren.

Anstatt jede Unvollkommenheit auszubügeln, verlagerten die Entwickler ihre Prioritäten auf die Funktionalität. Sie akzeptierten bestimmte Verhaltensweisen als Kompromiss, um den Spielern uneingeschränkte Freiheit zu ermöglichen. Das Ergebnis war eine Welt voller reaktiver Charaktere und KI, die echte Überraschungsbegegnungen und persönliches Geschichtenerzählen ermöglichten.

Nesmith fügte hinzu, das Team habe „nichts ausgeschlossen“ und es vermieden, das Spielerlebnis zu steuern. Das hieß, den Spielern eine „Werkzeugkiste“ zu geben, mit der sie experimentieren und ihre eigenen Abenteuer erschaffen konnten. Nesmith sagte dazu: "Wir haben es euch ermöglicht, dieses Erlebnis selbst zu gestalten. Es war ein Erlebnis, das von den Spielern gesteuert wurde."

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Autor: Rahim Amir Noorali, 17.10.2025 (Update: 17.10.2025)