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"Vom Diktator zum Gamer": Baschar al-Assad verbringt seine Tage angeblich mit Videospielen in Moskau

Ein Foto des ehemaligen syrischen Präsidenten Bashar al Assad. (Bildquelle: Encyclopedia Britannica)
Ein Foto des ehemaligen syrischen Präsidenten Bashar al Assad. (Bildquelle: Encyclopedia Britannica)
Die deutsche Zeitung Die Zeit berichtet, dass Bashar al-Assad, der im Dezember 2024 aus Damaskus geflohen ist und in Moskau Asyl mit russischer Zustimmung erhalten hat, nun ein zurückgezogenes Leben führt. Er soll einen Großteil seiner Zeit damit verbringen, in einem luxuriösen Hochhaus Online-Videospiele zu spielen.

Bashar al-Assad, der ehemalige syrische Präsident, soll Berichten zufolge ein neues Hobby gefunden haben: das Gaming. In einer überraschenden Wendung seines Lebens im Exil heißt es, Assad verbringe täglich mehrere Stunden damit, in einer luxuriösen Hochhauswohnung in Moskau Online-Videospiele zu spielen.

Diese ungewöhnliche Nachricht wurde durch eine aktuelle Untersuchung der deutschen Zeitung Die Zeit bekannt. Laut Die Zeit führt der 60-jährige, gestürzte Staatschef, der im Dezember 2024 während einer Rebellenoffensive aus Damaskus floh, inzwischen ein zurückgezogenes Leben, das sich fast ausschließlich um Videospiele und gelegentliche Einkaufstouren in den unteren Etagen seiner Residenz dreht.

Quellen aus Assads Umfeld berichten, dass er seine Wohnung nur selten verlässt, kaum den nahegelegenen Supermarkt im Gebäudekomplex aufsucht und sich stattdessen in lange Spielesitzungen vertieft.

Assads Faible für Videospiele wirkt ironisch, wenn man an seine öffentlichen Aussagen aus dem Februar 2007 denkt, als er im Interview mit Diane Sawyer von ABC erklärte, das Internet lediglich zur Informationsbeschaffung zu nutzen.

Assad trat im Jahr 2000 die Nachfolge seines Vaters Hafez al-Assad als Präsident an und regierte Syrien über zwei Jahrzehnte lang, bis sein Regime zusammenbrach. Seine Amtszeit war geprägt von schweren Menschenrechtsvorwürfen – darunter staatlich geförderte Folter, Masseninhaftierungen und wahllose Bombardierungen während des 2011 ausgebrochenen Bürgerkriegs.

Mit Unterstützung seiner Verbündeten Iran und Russland konnte Assad sein Regime über 13 Jahre hinweg trotz des Bürgerkriegs aufrechterhalten. Nach dem raschen Vormarsch der von Hayat Tahrir al-Sham angeführten Rebellen floh er und beantragte Asyl in Russland, wo Wladimir Putin seine Aufnahme im Dezember 2024 persönlich genehmigte — aus humanitären Gründen.

Laut dem Bericht von Die Zeit bewohnen Assad und seine Familie rund 20 Wohnungen, verteilt auf drei Etagen eines luxuriösen Wolkenkratzers mit Einkaufszentren in den unteren Stockwerken. Er bemühe sich, unauffällig zu bleiben, und werde von privaten Leibwächtern beschützt, die von der russischen Regierung bezahlt werden.

Dies deckt sich mit einer Erklärung, die der russische Botschafters im Irak, Elbrus Kutraschew, abgegeben hat: Assads Asyl sei demnach daran gebunden, sich vollständig aus den Medien und der Politik zurückzuziehen.

Welche Spiele Assad tatsächlich spielt, bleibt unklar. Doch unter Gamern kursiert ein beliebter Witz: Assad steuere russische Panzer in World of Tanks.

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Autor: Rahim Amir Noorali, 18.10.2025 (Update: 18.10.2025)