In einem kürzlichen Interview mit Nintendo Dream Web gab Shigeru Miyamoto, der Schöpfer von Mario, Zelda, Donkey Kong und Pikmin, seine Meinung zu Nintendos neuem Fokus auf die Filmproduktion ab. Dies stellt eine starke strategische Wende dar, die viel Aufmerksamkeit erregt hat, nachdem sich das Unternehmen lange Zeit davor gescheut hatte, seine ikonischen Marken in Filme zu adaptieren.
Dieser Schwenk erfolgt nach dem Super Mario Bros.-Film von 1993 mit Bob Hoskins, der von Fans und Kritikern gleichermaßen negativ aufgenommen wurde. Dies führte dazu, dass Nintendo Live-Action-Adaptionen weitgehend vermied, mit Ausnahme von Anime-Projekten wie dem nur in Japan veröffentlichten Animal Crossing-Film und verschiedenen Pokémon-Filmen im Laufe der Jahre.
Die Situation hat sich jedoch in den letzten Jahren zum Besseren gewendet: Der Super Mario Bros.-Film, der 2023 in die Kinos kam, spielte weltweit über 1,36 Milliarden US-Dollar ein. Damit ist er einer der kommerziell erfolgreichsten Animationsfilme aller Zeiten. Angesichts dieses Erfolgs hat Nintendo neues Selbstvertrauen gewonnen, um grünes Licht für ein Sequel zu geben, das am 3. April 2026 erscheinen soll, sowie für einen Live-Action The Legend of Zelda-Film, der für 2027 geplant ist. Darüber hinaus kursieren Gerüchte über mögliche Filme zu Donkey Kong und Luigi’s Mansion.
Miyamotos Kommentar, den Kyodo News ursprünglich fälschlicherweise mit „Spiele hören irgendwann auf zu laufen, wenn neuere Versionen herauskommen, aber Filme bleiben für immer“ zitierte, löste Diskussionen in den sozialen Medien aus. Der Bluesky-Nutzer Erasu korrigierte dies jedoch und stellte klar, dass das Zitat aus zwei separaten Aussagen Miyamotos aus dem Nintendo-Dream-Web-Interview über das neu eröffnete Nintendo-Museum in Kyoto, Japan, bestand.
In den offiziellen Zitaten drückte Miyamoto seine Gefühle über die Vergänglichkeit von Videospielen aus:
„Letztendlich erinnern sich die Leute an die IPs. Spiele veralten, wenn neue Versionen herauskommen. Aber das ist unglaublich traurig.“ Er führte weiter aus, dass dieses Gefühl des Verlusts Nintendo teilweise zu seinem Vorstoß in die Filmproduktion motiviert habe. „Wir haben die Filmproduktion unter anderem wegen dieser Traurigkeit begonnen, weil wir sehen, wie unsere Kreationen nur noch über die Virtual Console spielbar sind.“
Miyamoto merkte an, dass es bei der Bereitstellung von Spielen in einem Museum wie dem Nintendo Museum Grenzen gebe, während Filme eine Möglichkeit bieten, geliebte IPs zu verewigen:
Es gibt ein Limit dafür, was man tun kann, wenn man sie in einem Museum spielbar macht, aber Videos bleiben für immer. Ich sage stets: ‚Gründe schaffen, warum sich Menschen für Nintendo entscheiden.‘



















