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YouTube bittet Zuschauer, AI-Slop bei Video-Bewertungen zu melden

YouTube: Banner für AI-Slop-Bewertungen (bearbeitet)
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Zuschauer könnten bald mehr Einfluss auf die Sichtbarkeit und Monetarisierung von YouTube-Videos haben. Die Plattform fordert derzeit einige Nutzer dazu auf, eine wachsende Zahl verdächtiger Kreationen als ‚AI-Slop‘ (KI-Müll) zu kennzeichnen. Allerdings könnte das Unternehmen damit auch das Ziel verfolgen, mehr Daten zu sammeln, um seine eigenen generativen KI-Modelle zu verbessern.

YouTube hat eine komplizierte Haltung gegenüber generativer KI. Die Plattform lässt einige durch maschinelles Lernen erstellte Videos nicht nur zu, sondern ermutigt sogar zu deren Nutzung. Dennoch hat das Unternehmen auch versprochen, gegen sogenannten AI Slop vorzugehen.

Nun ist ein neues Bewertungssystem aufgetaucht, das die Zuschauer bittet, diese unerwünschten Inhalte aufzuspüren. VidIQ gehört zu den Social-Media-Accounts, denen die Pop-ups in der YouTube-App aufgefallen sind. Darin wird unverblümt gefragt: „Fühlt sich das wie KI-Einheitsbrei an?“ oder alternativ, ob „minderwertige KI“ ein Faktor war. Die Antwortmöglichkeiten reichen von „Gar nicht“ bis „Extrem“. Momentan scheint sich diese neue Strategie noch in einer begrenzten Testphase zu befinden.

Content-Ersteller können frei über generative KI-Tools verfügen, um ihre Videos zu verbessern. Sie sind nicht mehr dazu verpflichtet, Voice-over selbst aufzunehmen, Schnitte manuell zu setzen oder Grafiken eigenständig zu entwerfen. Bedauerlicherweise wird eine wachsende Zahl an Uploads ohne ausreichende menschliche Aufsicht erstellt. Dennoch werden diese oft toleriert, solange sie nicht als minderwertig eingestuft werden. Andernfalls riskieren Kanalbetreiber den Verlust ihrer Monetarisierung.

Wie filtert YouTube „AI Slop“ heraus?

Um festzustellen, ob ein Video die Grundstandards erfüllt, verlässt sich YouTube sowohl auf automatisierte als auch auf menschliche Überprüfungen. Beides hat sich bisher als unzureichend erwiesen: Eine aktuelle Studie zeigt, dass über 20 % der YouTube Shorts mangelhaft produziert, repetitiv oder irreführend waren. Das dürfte der Grund sein, warum das Unternehmen die herkömmlichen Like/Dislike-Optionen um ein neues Element ergänzt.

Sich auf die Zuschauer zu verlassen, hat jedoch seine Tücken, da einige nicht versiert genug sind, um geschickte Deepfakes zu erkennen. Hinzu kommt ein subjektives Element: Unterstützer eines Kanals zögern oft, ein Video negativ zu kennzeichnen. Einige Kritiker glauben sogar, dass das neue Bewertungssystem zu mehr KI-Einheitsbrei führen wird, statt zu weniger.

Sollten die Änderungen flächendeckend eingeführt werden, liefern die Nutzer massenhaft Daten. Der User TukiFromKL vermutet, dass die Plattform ihre eigenen Modelle trainiert, um Inhalte zu generieren, die schwerer zu erkennen sind. Da manche Ergebnisse überzeugender sind als andere, könnte die KI so lernen, das Publikum effektiv zu täuschen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > YouTube bittet Zuschauer, AI-Slop bei Video-Bewertungen zu melden
Autor: Adam Corsetti, 18.03.2026 (Update: 18.03.2026)