Gemini wird zum Musikstudio: KI erzeugt Songs mit Gesang und Album-Cover

Google baut seine KI-Plattform Gemini weiter zum kreativen Alleskönner aus: Durch die Integration des von Google DeepMind entwickelten Modells Lyria 3 können Nutzer ab sofort komplette Songs erstellen – inklusive Gesang und Album-Cover. Wie man es von KI-generierten Videos kennt, ist die Länge hier allerdings auf 30 Sekunden begrenzt. Die Funktion startet zunächst als Beta und steht Nutzern ab 18 Jahren in mehreren Sprachen zur Verfügung – unter anderem Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch oder Japanisch. Eine separate Anmeldung zur Beta ist nicht erforderlich. Der Zugang wird im Rahmen eines gestaffelten Rollouts automatisch für berechtigte Konten freigeschaltet.
Wie man es von der Nutzung von Chatbots gewohnt ist, beschreibt man einfach das, was man haben möchte – Genre, Stimmung oder eine konkrete Idee. Laut Google könnte ein Prompt etwa „nostalgischer Afrobeat-Song für meine Mutter“ lauten. Alternativ lassen sich auch Bilder oder Videos hochladen, für die Lyra 3 dann automatisch passende Musikstücke entwirft. Auf Wunsch generiert Gemini über Googles Bildmodell Nano Banana auch gleich ein passendes Cover auf Basis des Textprompts oder der hochgeladenen Inhalte. Dadurch entsteht ein kleines Gesamtpaket aus Musik, Artwork und Titel, das sich unkompliziert herunterladen oder per Link teilen lässt. Alle generierten Songs enthalten das unsichtbare Wasserzeichen SynthID, das KI-Inhalte identifizierbar macht.
Das ist neu in Lyria 3
Zwar hatte Google bereits seit 2023 mit dem Musikmodell Lyria experimentiert – etwa in Projekten wie YouTube Dream Track oder internen Testumgebungen –, doch eine direkte Integration in die reguläre Gemini-App gab es bislang nicht. Erst mit Lyria 3 wird die Musikgenerierung nun offiziell für Endnutzer verfügbar.
Im Vergleich zur Vorgängerversion soll Lyria 3 realistischere und musikalisch komplexere Tracks erzeugen, mehr kreative Kontrolle über Stil, Tempo sowie Gesang bieten und Songtexte automatisch auf Basis des eingegebenen Prompts generieren können. Laut Google soll der Fokus dabei weniger auf dem perfekten musikalischen Meisterwerk liegen, sondern eher auf kreativem Selbstausdruck.
Integration in YouTube
Parallel wird Lyria 3 in YouTube Dream Track integriert. Creator können damit individuelle Soundtracks für Shorts erstellen. Die Funktion, die zunächst nur in den USA verfügbar war, wird nun international ausgeweitet.











