Diese Vollformat-Kamera-Setups sind wahrscheinlich günstiger als das Vivo X300 Ultra

Das Vivo X300 Ultra wurde heute offiziell vorgestellt, ab 16. April soll das Smartphone auch in Europa erhältlich sein, und zwar mit Launch-Prämien, die theoretisch bis zu 1.309 Euro wert sein sollen. Während Vivo den Listenpreis für Deutschland und Österreich noch nicht bestätigt hat, deutet ein Leak darauf, dass die Version mit 1 TB Speicher hierzulande 1.999 Euro kosten wird.
Für diesen Preis bietet Vivo eine 200 Megapixel f/1.9 Hauptkamera mit 1/1,12 Zoll Sensor, eine 200 MP f/2.7 Periskop-Tele-Kamera mit 1/1,4 Zoll Sensor und eine 50 MP f/2.0 Ultraweitwinkel-Kamera mit 1/1,28 Zoll Sensor. Auch wenn Vivo damit für Smartphone-Verhältnisse relativ große Sensoren verbaut, ist ein Vollformat-Sensor etwa neunmal so groß wie der 1/1,12 Zoll Sensor der Hauptkamera des Vivo X300 Ultra, wie ein Größenvergleich zeigt.
Wer bereits ein Smartphone besitzt, und vor allem eine bessere Bildqualität möchte, hat für 2.000 Euro bereits eine breite Auswahl an Kamera-Systemen inklusive Objektiv und Zubehör. Während das Vivo X300 Ultra in vielerlei Hinsicht mehr Komfort verspricht als eine separate Kamera, deren Fotos erst auf ein Smartphone oder einen PC übertragen werden müssen, bringen Wechselobjektive, zusätzliche Bedienelemente und der wesentlich größere Sensor auch viele Vorteile.
Als eine der günstigsten und kleinsten Vollformat-Kameras am Markt ist die Panasonic Lumix S9 die Smartphone-Alternative, die wohl auf der Hand liegt. Die Kamera kostet mit 18 – 40 mm f/4.5 – 6.3 Zoom-Objektiv nur 1.299 Euro auf Amazon. Für 370 Euro gibts ein lichtstarkes 50 mm f/1.8 Objektiv mit dazu. Im Vergleich zum Vivo X300 Ultra bleiben im Budget noch 330 Euro, um Zubehör wie ein Stativ oder eine Kameratasche zu kaufen.

Die Lumix S9 ist zwar klein und günstig, allerdings verzichtet die Kamera auf zwei Features, die viele Fotografen voraussetzen: einen mechanischen Verschluss und damit Unterstützung für Blitze, und einen elektronischen Sucher. Wer auf diese Features nicht verzichten möchte, findet bei der Konkurrenz etwas ältere Modelle, die nur wenig teurer angeboten werden.
Die Sony A7 III aus dem Jahr 2018 kostet im Kit mit einem 28 – 70 mm f/3.5 – 5.6 Zoom-Objektiv im Handel nur noch 1.399 Euro, statt ursprünglich 2.299 Euro, die Nikon Z6 II mit lichtstärkerem 24 – 70 mm f/4 Objektiv wird für 1.649 Euro angeboten. Wer dagegen mehr Wert auf Design als einen großen Funktionsumfang legt, findet die Sigma BF ab 1.995 Euro, allerdings muss ein Objektiv im passenden Design wie das Sigma 45mm f2,8 DG (ab 549 Euro im Preisvergleich) separat erworben werden.










