Vivo X300 Ultra: 35mm Zeiss-Kamera-Flaggschiff startet mit 25 Megapixel Standard

Nicht nur auf Weibo, auch auf Youtube konnte man den Vivo X300 Ultra Launch in China live mitverfolgen, obwohl letzteres im Vorfeld kaum kommuniziert wurde. Und es gab im Rahmen des Launchevents durchaus noch die eine oder andere Überraschung, trotz der sehr ausführlichen Teaser im Vorfeld, die bereits alle zentralen Kamera-Specs und einige weitere Details verraten haben.
Die wohl spannendste Neuigkeit, die sich Vivo für das Launchevent aufgehoben hat war wohl die Enthüllung, dass Vivo im X300 Ultra erstmals über alle Brennweiten und Situationen hinweg auf 25 Megapixel Fotos als Standard setzt, gegenüber 12,5 Megapixel in den meisten anderen Smartphones. Wer aufgepasst hat, weiß, dass auch Apple und teilweise auch Samsung auf 24 Megapixel Fotos setzt, um mehr Details zu bewahren.
Oppo hat mit dem Find X9 Pro erstmals auf eine Automatik gesetzt, die zwischen 50 Megapixel und 12 Megapixel automatisch je nach Lichtsituation umschaltet. Bei Vivo soll nun allerdings immer mit 25 Megapixel aufgenommen werden, über alle Brennweiten und Lichtsituationen hinweg. Laut Vivo sind alle Sensoren gut genug, um damit immer die beste Qualität zu erreichen. Ob das in der Praxis wie versprochen funktioniert, etwa auch bei Nachtaufnahmen, werden die Tests klären.
Ultimatives Kamera-System "ohne Kompromisse"
In Sachen Kamera-Hardware setzt Vivo auf drei "kompromisslose" Standard-Brennweiten von 14mm, 35mm und 85mm, die mittels zweier Tele-Extender auf 200mm und 400mm äquivalent in optischer Qualität erweitert werden können. Alle drei Sensoren bieten die industrieweit aktuell größte Sensorik in einem Smartphone, vom 50 MP 1/1.28 Zoll Sony LYT-818 Ultraweitwinkel über die neue 200 MP 1/1.12 Zoll Sony LYT-901 35mm Hauptkamera bis zum 200 MP 1/1.4 Zoll ISOCELL HP0 85mm Telefoto.
Im Vergleich zum Vivo X200 Ultra muss zwar eine kleinere Blende insbesondere beim Telefoto konstatiert werden, insbesondere letzteres soll allerdings dank 3 Grad OIS und CIPA 7.0 Standard die industrieweit beste Stabilisierung in einem Smartphone bieten, was nicht nur 400mm Shots aus der Hand ermöglicht sondern auch 60fps Burst-Shots und 4K120 Video in Dolby Vision oder LOG-Qualität, über alle Brennweiten hinweg.
Zeiss-Masterlinsen und erster APO-Tele-Extender
Vivo bewirbt natürlich erneut die Zusammenarbeit mit Zeis, die diesmal auch den neuen Telefoto-Extender Gen 2 Ultra stärker betrifft als bisher. Auch der ist nun mit Zeiss-APO-Glas versehen, reduziert also unerwünschte, optische Artefakte genauso wie die Optik im 85mm Telefoto. Selbst 200 Megapixel Aufnahmen sollen bei 400 mm Brennweite so mit voller optischer Auflösung möglich sein, verspricht Vivo. Dank der CIPA 7 Stabilisierung soll sogar noch ein 1600 mm Crop aus der Hand mit CIPA 4.5 äquivalenter Stabilisierung gelingen.
Vivo Color Science und Multispektralsensor
Neu und im Vorfeld eingehend diskutiert wurde auch die neue Color-Sensing-Kamera des Vivo X300 Ultra, die mit 5 Megapixel Auflösung und 12 Farbkanälen für deutlich natürlichere Farben in schwierigen Lichtsituationen wie Konzerten oder schummrigen Bars sorgen soll. In Kombination mit Vivos neuer Color Science kann man zudem deutlich mehr Einfluss auf die kreative Gestaltung von Fotos und Videos nehmen.

Vivo X300 Ultra: Das beste Smartphone für Video
Last but not least steht das Thema Video im Fokus des Vivo X300 Ultra. Neben 4K120 mit allen Brennweiten sorgen Film-inspirierte Farbstile im "Film Look" oder Film Style" für professionell wirkende Videoaufnahmen. Ein neuer Pro-Video-Modus erlaubt eingehende Konfigurationen im Stil professioneller Kino-Kameras, verspricht Vivo. Dazu gibt es eine 3D-LUT-Vorschau, eine Kompatibilität mit dem ACES-Workflow und ein Quad-Mic-Setup für bessere Audioaufnahmen.
Weitere Specs des Vivo X300 Ultra
Überraschenderweise ist das schwarze Modell mit 8,19 mm etwas dünner und mit 232 Gramm etwas leichter als die anderen Farboptionen Grün und Weiß, die auf jeweils 8,49mm und 237 Gramm kommen. Der Kamera-Buckel selbst ist allerdings dicker als das Gehäuse, wie im Vorfeld bereits analyisert wurde. An Bord ist ein Snapdragon 8 Elite Gen 5, ein 6.600 mAh Akku, der mit 100 Watt via USB-C und 40 Watt kabellos lädt.
Das 6,82 Zoll Display mit 3.168 x 1.440 Pixel Auflösung ist bis zu 144 Hz schnell, was vor allem Gamer freuen dürfte. Wer das China-Modell importieren will freut sich über LTE-Band 20 Support, auch die unterstützten 5G-Bänder sehen im Datenblatt recht vollständig aus. Eine eSIM ist allerdings nicht verbaut, zumindest keine, die man mit eSIM-Anbietern frei nutzen darf, hierfür muss man auf das globale Modell zurückgreifen, das diesmal sowohl in Asien als auch in einigen europäischen Ländern startet, etwa in Österreich, Deutschland und Ungarn.

Preise in China günstiger als erwartet
In China kostet das Basismodell mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher 6999 Yuan, umgerechnet 880 Euro. Das ist um 1.000 Yuan günstiger als die im Vorfeld kursierenden Preise - ein sehr übliches Phänomen im Land der Mitte. Für die 12/512 GB Version zahlt man 7.500 Yuan (940 Euro), für die 16/512 GB Version 8000 Yuan (1.005 Euro) und für die 16/1TB Variante mit Beidou-Sat-Kompatibilität 9000 Yuan (1.130 Euro). Das Komplettpaket mit 16/1TB und Photography-Kit wird in China um 12.000 Yuan verkauft, das entspricht 1.507 Euro.
Verfügbarkeit in Europa und Rabatte
Mittlerweile hat sich auch schon Vivo Österreich zum Launch des Vivo X300 Ultra in Österreich geäußert. Mehr zu Rabatten und der Verfügbarkeit in Österreich und wahrscheinlich auch anderen Ländern in Europa findet ihr hier.























