Notebookcheck Logo

Vivo X300 Ultra zum halben Preis: Der Import aus China dürfte sich lohnen

Wer sparen will, greift beim Vivo X300 Ultra zum China-Modell, das es schon ab etwa 1.000 Euro gibt.
ⓘ Weibo
Wer sparen will, greift beim Vivo X300 Ultra zum China-Modell, das es schon ab etwa 1.000 Euro gibt.
Wenige Tage nach dem offiziellen Vivo X300 Ultra Launchevent kristallisiert sich immer mehr heraus, wie man als Fan der ultimativen Zeiss-Kamera kräftig Geld sparen kann. Wer primär auf der Suche nach der besten Kamera im Handy-Format ist und mit einigen Einschränkungen als Smartphone im Alltag leben kann, greift zum China-Modell. Ein Überblick über die aktuellen Importpreise und Tipps für den Umgang mit einem China-Handy.

Nein, das ist kein Aprilscherz. Wie so oft kann man bei High-End-Smartphones aus China kräftig sparen, wenn man bereit ist, sich mit einem China-Modell und seinen individuellen Einschränkungen auseinanderzusetzen. Das sieht man auch wieder aktuell am Beispiel Vivo X300 Ultra. Die ultimative Zeiss-Kamera wurde am vorletzten März-Tag in China offiziell vorgestellt und auch bereits mit einigen Details und Vorbesteller-Deals für einige europäische Länder angekündigt, etwa für Österreich. 

Obwohl es seitens Vivo Österreich noch keinen offiziellen Europreis gibt, wissen wir aus einem Leak der offiziellen Shopseite, das die europäische Version des aktuellen Zeiss-Kamera-Flaggschiffs alles andere als günstig wird. Sicherlich kann man im Komplettpaket viel sparen, wenn man ohnehin vor hat, das gesamte Zubehör zu nutzen, ob sich an dem vermutlich geplanten Europreis von 2.000 Euro für die 16/1TB Version in Europa aber noch allzu viel ändern wird, bezweifeln wir etwas. Auch für ein anderes prominentes High-End-Smartphones zahlt man in dieser Speicherbestückung ähnlich viel, konkret für das iPhone 17 Pro Max, hier mit 1 TB Speicher bei Amazon erhältlich. Ob Smartphones mit 1 TB Speicher künftig noch teurer werden, bleibt abzuwarten, der aktuelle Engpass dürfte sich ja noch länger hinziehen.
 

Import dürfte viel Geld sparen

In China hat man dagegen nicht nur generell günstigere Preisniveaus aufgrund der unterschiedlichen Absatzmengen, fehlenden Zertifizierungen und geringeren Garantie- sowie Update-Zeiträumen, man hat auch mehr Auswahl bei den Speicheroptionen. So kostet die günstigste 12/256 GB Speicheroption bei Tradingshenzhen nur 1.007 Euro und damit vermutlich knapp halb soviel wie die EU-Version. Andere bekannte Händler entpuppen sich bei unserer Recherche als geringfügig teurer: AverageDad verlangt 1.112 Euro, Wondamobile 1.093 Euro und Trinity Electronics umgerechnet von HKD etwa 1.130 Euro. In allen Fällen kommt der Versand dazu, bei Tradingshenzhen und AverageDad sind offiziell Steuern und Zoll inklusive.

256 GB Speicher sind vermutlich zu wenig für die meisten, die 12/512 GB Variante könnte mit 1.107 Euro bei Tradingshenzhen aber der Sweetspot für viele sein. Auch hier sind die anderen Händler etwas teurer, bei Average Dad und Trinity Electronics gibt es diese Option nicht. Die 16/512 GB Version kostet bei Tradingshenzhen 1.207 Euro, bei AverageDad 1.229 Euro, bei Wondamobile 1.226 Euro und bei Trinity Electronics umgerechnet 1.240 Euro. Last but not least zahlt man für die mit dem globalen Modell vergleichbare 16/1TB Option als China-Variante bei Tradingshenzhen 1.377 Euro, das wäre immer noch 45 Prozent günstiger, falls sich die 2.000 Euro für die EU-Version bewahrheiten.
 

Bei der günstigsten Speicheroption zahlt man im Import nur etwa die Hälfte des gemunkelten Vivo X300 Ultra EU-Europreises.
Bei der günstigsten Speicheroption zahlt man im Import nur etwa die Hälfte des gemunkelten Vivo X300 Ultra EU-Europreises.

Vorteile und Einschränkungen der China-Version

Als Vorteil der China-Variante können wir nur eine nennen und zwar die weiße Farboption, die es zumindest in Europa nicht gibt. Einschränkungen sind im Alltag mit einem China-Modell dagegen auf jeden Fall zu beachten. Nachdem die LTE- und 5G-Bänder des China-Modells wie bereits bei unserer Launch-News erwähnt, recht umfassend sind, ist mit keinen Nachteilen bei der Netzwerkabdeckung in Europa zu rechnen. Allerdings kann man keine der beliebten eSIMs nutzen, sofern man nicht auf eSIM-Adapter wie etwa von JMP zurückgreifen will, den ich auch persönlich aus der Praxis mit dem Vivo X200 Ultra empfehlen kann.

Android Auto funktioniert mit Vivo-Handys aus China seit einigen Jahren und auch die deutsche Sprachoption ist in den Einstellungen vorhanden. Bleibt im Alltag primär ein Problem mit Wear OS Smartwatches und diversen Anwendungen von Google wie Quick Share, für das des meines Wissens nach keinen Workaround gibt. Als Alternative kann ich in letzter Zeit Blip sehr empfehlen, das funktioniert um Gegensatz etwa zu Localsend auch in Hotel-WLANs und anderen schwierigeren Netzwerkumgebungen. Gemini als Standard-AI-Assistent kann man über Umwege einbinden. Last but not least bekommt man mit einem China-Gerät sehr eingeschränkte Rückgabe- und Support-Bedingungen. Mehr als 1 Jahr Garantie und wohl maximal 3 Jahre Software-Updates sollte man sich eher nicht erwarten, während bei der AT-Version mit 3 Jahren Garantie und 5/7 Jahren Software-Updates geworben wird.

Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Vivo X300 Ultra zum halben Preis: Der Import aus China dürfte sich lohnen
Autor: Alexander Fagot,  1.04.2026 (Update:  1.04.2026)