Ubisoft hat eine weitreichende interne Umstrukturierung angekündigt, die das Unternehmen neu ausrichten und effizienter machen soll. Ziel sei es laut dem Publisher, Arbeitsabläufe zu verschlanken, um im zunehmend härter umkämpften AAA-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Zu den Maßnahmen zählen eine Reduzierung laufender Projekte, die Schließung einzelner Studios sowie eine stärkere Fokussierung der Spieleentwicklung.
Ein zentrales Ergebnis dieser Neuausrichtung ist die Streichung mehrerer Spieleprojekte. Betroffen sind unter anderem das Prince of Persia: The Sands of Time Remake, drei bislang unangekündigte neue IPs sowie ein Mobile-Titel. Ubisoft setzt damit offenbar auf eine kleinere Zahl klar definierter Projekte, anstatt Ressourcen auf eine Vielzahl paralleler Entwicklungen zu verteilen.
Neben den Projektkürzungen betrifft die Umstrukturierung auch direkt die Belegschaft. Ubisoft kehrt zu einem vollständigen Präsenzmodell zurück: Künftig sollen alle Teams wieder an fünf Tagen pro Woche vor Ort im Büro arbeiten. Zwar will das Unternehmen weiterhin eine begrenzte Anzahl an Homeoffice-Tagen pro Jahr ermöglichen, regelmäßige Remote-Arbeit wird jedoch nicht mehr Teil des Wochenalltags sein.
Laut Ubisoft soll diese Maßnahme die Einführung des neuen Betriebsmodells unterstützen. Die gemeinsame Arbeit vor Ort soll eine bessere Zusammenarbeit, schnellere Abstimmungen und eine stärkere teamübergreifende Koordination zwischen den Studios ermöglichen.
Um die wirksame Einführung und den reibungslosen Betrieb dieses neuen Modells zu unterstützen, beabsichtigt der Konzern zudem, für alle Teams zu einer Präsenzarbeit an fünf Tagen pro Woche zurückzukehren, ergänzt durch ein jährliches Kontingent an Homeoffice-Tagen. Diese Entwicklung soll die Zusammenarbeit stärken, einschließlich eines kontinuierlichen Wissensaustauschs und einer gemeinsamen Teamdynamik. Persönliche Zusammenarbeit ist ein zentraler Faktor für kollektive Effizienz, Kreativität und Erfolg in einem dauerhaft zunehmend selektiven AAA-Markt.
Marie-Sophie de Waubert, Ubisofts Senior Vice President of Studio Operations, erläutert gegenüber GamesIndustry die Hintergründe dieser Entscheidung. Sie erklärte, dass Ubisoft dies immer noch als eine Form von Hybridarbeit betrachtet, nur anders strukturiert als zuvor. Statt regelmäßiger Remote-Tage pro Woche wird die Flexibilität durch ein jährliches Kontingent an Arbeitstagen von zu Hause aus erreicht.















