Nitecore-Powerbanks mit CCC-Logo (für China-Reisen) sollen bald kommen

Wer Interesse an den besonders leichten und kompakten Powerbanks von Nitecore hat und nach China reisen will, der kann bald auf Modelle mit CCC-Logo hoffen. Das berichtet der auf Nitecore spezialisierte Singapur-Händler Nightwalker Lab. Demnach fängt das Rollout von Powerbanks mit CCC-Logo im nächsten Monat an.
Im Juni können also die ersten Powerbanks erwartet werden, die das Logo besitzen. Das Logo wird manchmal auch als 3C oder Tri C bezeichnet und steht für China Compulsory Certificate und nutzt drei C-Buchstaben innerhalb eines Ovals. Ohne das Logo darf eine Powerbank nicht in Inlandsflüge (Domestic) genommen werden, wie etwa bei China Eastern nachzulesen ist.
Allgemein achten Sicherheitskontrollen in Ost- und Südostasien sehr viel stärker auf Akkus, als das etwa in Europa der Fall ist. Hier muss man sogar damit rechnen, dass an der Sicherheitskontrolle sogar die Kapazität abgelesen wird. Zudem leisten die Fluggesellschaften über Plakate Hilfe, wie man die ungenauen mAh-Werte in Wattstunden umrechnet. In China muss man dann noch damit rechnen, dass einem die Powerbank ohne CCC-Logo vor einem Inlandsflug abgenommen wird.
Dass den Nitecore-Powerbanks das CCC-Logo noch fehlt, ist insofern bemerkenswert, weil es sich um einen chinesischen Hersteller handelt (Sysmax). Doch wie wir in den letzten Monaten erfahren haben, dauert eine Zertifizierung mitunter. Einige Hersteller verkaufen dann beispielsweise die Powerbanks erst einmal auf dem europäischen Markt. Allgemein fehlt vielen Herstellern das CCC-Logo. Es wird im Handel auch kaum beworben. Wer eine Reise nach China plant, muss also genau recherchieren und sich die Modelle gegebenenfalls im lokalen Handel anschauen.
Das wird auch interessant, wenn Nitecore die ersten Chargen bereits veröffentlichter Powerbanks ausliefert. Wir hoffen auf klare Unterscheidungsmerkmale, denn europäische Händler wissen nicht immer um die Problematik.
Hintergrund ist der Air Busan Flug 391. Die Maschine brannte Anfang 2025 in Busan am Boden aus. Auch wenn der Abschlussbericht noch fehlt, geht man von einem ausgelösten Feuer in den Overhead Bins für Gepäck aus. Seither wird in der Regel die Nutzung von Powerbanks in vielen, auch europäischen, Airlines verboten. Zudem muss eine Powerbank in Griffreichweite gelagert werden. In Ländern wie Südkorea gibt es sogar Isolationsklebeband vor den Sicherheitskontrollen, um Akkupole zu sichern.
Laut südkoreanischen Statistiken sind Powerbanks häufiger für Zwischenfälle in Flugzeugen verantwortlich als Smartphones. Grund dürfte vor allem Billigware sein. Statistisch bedenken sollte man, dass vermutlich fast jeder Fluggast ein Smartphone bei sich trägt, aber nur ein Teil der Fluggäste auch eine Powerbank hat.
Weitere Informationen zum CCC-Logo finden sich in unserem Hintergrundartikel von der Ifa 2025: Augen auf beim Powerbank-Kauf: Noch nicht alle neuen Akkupacks auf der IFA haben dieses wichtige Label.
Quelle(n)
Nitewalker Labs





