
Noch erhältlich: Wir haben das Spottpreis-Display für 9 Euro ausprobiert - optimal für den Raspberry Pi?
Günstiger geht kaum.
Ein 7-Zoll-HDMI-Display zum Spottpreis von rund 10 Euro im Praxistest: schnelle Lieferung, einfache Inbetriebnahme und überraschend brauchbar für Raspberry Pi und auch als Drittdisplay. Warum Maker zugreifen können – und wieso Bildqualität, Helligkeit und Blickwinkel klare Kompromisse bleiben.Silvio Werner Veröffentlicht am
Dieses Display ist ein Preisbrecher, aber nicht für jeden
Ein Display für 10 Euro? Das gibt es, wird schnell geliefert, funktioniert und könnte die perfekte Wahl für Maker sein. Über Blickwinkelstabilität, Farbtreue oder Helligkeit darf man sich gleichwohl keine Gedanken machen. Wenn es darauf nicht ankommt, gilt: Bei nächster Gelegenheit zuschlagen, falls ein kompaktes Display etwa für einen Einplatinenrechner gesucht wird oder ein Drittdisplay für die Anzeige etwa von Discord-Nachrichten, Benachrichtigungen oder als Cheatsheet für die nächste Videokonferenz.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Das von uns ausprobierte Display wurde für einen Preis 8,99 Euro bei AliExpress gekauft. Das Display gibt es noch zu diesem Preis, wobei dieser Preis nur Neukunden offeriert wird. Wir wollen auch an dieser Stelle darauf hinweisen: AliExpress prüft nicht in der Tiefe, wie viele Mitbewohner mit gleichem Nachnamen denn unter einer Adresse wohnen, auch nicht über identische Zahlungsmittel.
Das getestete Display misst in der Diagonalen 7 Zoll, löst mit 1.024 x 600 Pixeln auf, kann über HDMI Bildinhalte entgegennehmen und ist ein TN-Panel. Strom kommt über Micro-USB auf das Gerät, eine Touch-Funktion bietet die von uns bezogene Modellvariante nicht. Das Modell wird unter der Produktbezeichnung 7 Zoll Raspberry Pi 4/3/2/B/B+/A+ Monitor 1024x600 IPS 5-Punkte kapazitives Touchscreen-Laufwerk Kostenloses HDMI-Display für Win 7/8/10 geführt.
Spezifikationen
| Typ | Display |
| Displaytyp | TN |
| Bildschirmdiagonale | 7 Zoll |
| Auflösung | 1.024 x 600 Pixel |
| Bildwiederholfrequenz | 60 Hz |
| Anschlüsse | Micro-USB, HDMI |
Recht schnelle Lieferung, sauber verpackt
Vorneweg: Dies ist kein von Messwerten unterlegten Bildschirm-Test, echte Messungen wurden nicht vorgenommen. Vielmehr ging es darum: Kann ein Monitor für 10 Euro tatsächlich tauglich sein? Kommt das Produkt unbeschädigt an, gibt es nicht doch Zoll? Der Versand lief völlig problemlos. Zwischen der Bestellung am Abend des 26.05. und der DHL-Lieferung am 04.06. lag demnach etwa eine Woche. Das kann im deutschen Versandhandel auch einmal passieren. Das Display kommt gut eingepackt. Die Schutzfolie war sichtbar verschmutzt, das Display selbst sauber. Auf der Rückseite sind einzelne Controller zu sehen zu sehen. Im Lieferumfang sind noch vier Schrauben für die Montage enthalten. Je nach Anwendung sollte eine Art Gehäuse gebastelt oder beispielsweise gedruckt werden.
Bildqualität aus dem letzten Jahrzehnt
Die Stromversorgung kann über einen der beiden Micro-USB-Anschlüsse erfolgen, ein Kabel für diesen veralteten Standard sollte hoffentlich noch in jeder gut sortierten Kabelkiste zu finden sein. Bildsignale erhält das Gerät über HDMI, ein USB Typ C-Anschluss hätte die gemeinsame Übertragung von elektrischer Energie und den Bildsignalen ermöglicht. Allerdings: Einplatinenrechner bieten selten eben keine Möglichkeit zur Bildausgabe per USB Typ C, dann wäre entweder ein zusätzlicher Anschluss am Display (Kostenfaktor) oder ein Adapter am Einplatinenrechner (umständlich) nötig gewesen. Die Darstellungsqualität befindet sich subjektiv ganz deutlich unter dem Standard moderner Monitore, sei es in Bezug auf die Farbdarstellung, die Helligkeit oder die Blickwinkelstabilität. In den Bildern ist das Display im Vergleich mit einem BOE NE160QDM-NY1 V8.2 in einem Lenovo Legion 5 Pro 16 zu sehen.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde vom Autor auf eigene Kosten im freien Handel erworben. Der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung, es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
















