Der Smartphone- und Ohrhörer-Herseller Nothing wurde im Oktober 2020 vom OnePlus-Mitbegründer Carl Pei gegründet. Über die ersten Jahre ist der Hersteller rapide gewachsen, im Jahr 2024 konnte Nothing bereits über 500 Millionen US-Dollar Umsatz erzielen. Wie Digit von gleich mehreren Quellen erfahren hat, steht der Konzern derzeit aber vor finanziellen Schwierigkeiten.
Das Nothing Phone (4a) und das Nothing Phone (4a) Pro sollen weltweit insgesamt 150.000 Mal verkauft worden sein, während das noch recht neue Nothing Phone (4b) (ca. 329 Euro auf Amazon) etwa 20.000 Käufer finden konnte. Das sind für ein Start-up zwar respektable Zahlen, im Jahr 2025 konnte Nothing insgesamt aber noch rund zwei Millionen Smartphones ausliefern. Die drastisch sinkenden Verkäufe sollen nicht zuletzt auf die DRAM-Krise zurückzuführen sein, die zu einer geringeren Nachfrage nach Smartphones führt.
Die höheren Kosten für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher haben Nothing dazu gezwungen, das nächste, günstige CMF Phone einzustampfen, und stattdessen das teurere Nothing Phone (4b) zu entwickeln. Nothing soll nun Konsequenzen ziehen, und 40 Prozent aller Mitarbeitenden entlassen, die Forschungs- und Entwicklungs-Abteilung in China soll sogar die Hälfte ihrer Mitarbeitenden einbüßen. Darüber hinaus soll Nothing den Rückzug aus zwölf oder mehr Märkten vorbereiten, darunter Japan, den Mittleren Osten, und Teile von Europa. Nothing hat sich bisher nicht offiziell zu den angeblichen finanziellen Problemen, zur Entlassungs-Welle oder zum Rückzug aus mehreren Märkten geäußert.









