OriginOS 7 vollständig geleakt: Das erwartet Vivo-Smartphones mit dem nächsten großen Update

Über den Telegram-Kanal thegwchr. ist eine umfangreiche Sammlung von Bildern und Videos zu OriginOS 7 aufgetaucht, die bislang den detailliertesten Einblick in Vivos nächstes großes, auf Android 17 basierendes Software-Update ermöglicht. Das Update führt „Light and Shadow Aesthetics“ ein, das offenbar Vivos Interpretation von Apples Liquid Glass darstellt. Transparente Oberflächen, dynamische Unschärfe und eine auf Inhalte reagierende Beleuchtung ziehen sich durch die gesamte Benutzeroberfläche. Hinzu kommen größere Änderungen am Kontrollzentrum, Sperrbildschirm, den Hintergrundbildern, System-Apps und Multitasking.
Vivo ergänzt OriginOS 7 um eine neue Sammlung von Hintergrundbildern sowie deutlich mehr Kombinationsmöglichkeiten für den Sperrbildschirm. Glowing Flowers nutzt florale Hintergrundbilder, bei denen sich Licht und Schatten verändern und so eine sanfte, atmende Animation erzeugen. Wiggle fügt ausgewählten Bereichen des Hintergrundbilds flüssigkeitsähnliche Bewegungen hinzu, sodass diese sich bei Interaktionen verbiegen und bewegen. Nutzer können die betroffenen Bereiche selbst festlegen oder automatisch von der Software ausgewählte Voreinstellungen verwenden. Flip Cards wechselt beim Neigen des Smartphones zwischen ausgewählten Fotos aus einem Album, während Glint Beleuchtung und Texturen des Hintergrundbilds entsprechend der Bewegung des Geräts verändert. Origin Sticker kombiniert Fotos mit farbenfrohen Stickern und freigestellten Elementen, während Natural und Lights Bilder aus dem Album des Nutzers mit verschiedenen personalisierten Uhrendesigns verbinden. Text Vibe, Vibrant Widgets und Trendy Labels kehren ebenfalls aus OriginOS 6 zurück, erhalten jedoch ein überarbeitetes Design.
Eine der praktischsten Neuerungen betrifft das Kontrollzentrum. Nutzer können einzelne Kacheln der Schnelleinstellungen in der Größe verändern, an andere Positionen verschieben und das gesamte Panel frei anordnen, anstatt an ein festes Layout gebunden zu sein. Außerdem lassen sich unterschiedliche Designs auf die Kacheln anwenden, wodurch Nutzer sowohl das Aussehen als auch die Position ihrer Verknüpfungen stärker anpassen können.
Hinzu kommt der neue OriginPlayer mit einer überarbeiteten Oberfläche, die sich optisch in das restliche Update einfügt. Als Vollbild-Player auf dem Sperrbildschirm ist dieser nicht länger ausschließlich auf Tencents QQ Music beschränkt, sondern kann nun auch von anderen unterstützten Musik-Apps verwendet werden. Trotz des neuen Players scheint die Musikwiedergabe allerdings weiterhin nicht in Live Updates aufzutauchen.
Eine neue Einstellung namens Premium Texture ergänzt unterstützte Bereiche der Benutzeroberfläche um Echtzeit-Unschärfe, transparente Farben und detailliertere Lichteffekte. Nutzer können zwischen drei Visual-Texture-Stilen wählen. Realistic bietet Vivos vollständige Liquid-Glass-Optik, Natural setzt auf einen Milchglas-Look und Soft verwendet einen schlichteren Unschärfeeffekt. Eine geleakte Demonstration zeigt, wie sich Farbe, Unschärfe und Beleuchtung eines Ordners verändern, während dieser über den Startbildschirm bewegt wird. Wird auf dem Ziffernfeld des Sperrbildschirms eine Zahl gedrückt gehalten, vergrößert sie sich mit Glas- und Lichteffekten, während Schaltflächen beim Antippen einen Welleneffekt erzeugen. Laut Vivo sollen Anpassungen auf Pixelebene dafür sorgen, dass Text auch vor komplexen Hintergründen gut lesbar bleibt.
Auch mehrere kleinere Bereiche von OriginOS wurden neu gestaltet. Der System-Updater, Game Cube und kontextabhängige Dialogfenster erhalten neue Benutzeroberflächen. Wird ein App-Symbol gedrückt gehalten, erscheint beim Öffnen der Optionen zudem eine neue Animation. Super Pocket ordnet seine Inhalte nun als übereinanderliegende Karten an, anstatt wie bisher auf ein frei scrollbares Layout zu setzen. Der Editor für den Sperrbildschirm erhält außerdem einen leuchtenden Reflexionseffekt, der an ColorOS 16 erinnert. Sticker können nun auch direkt auf dem Startbildschirm platziert werden. Nutzer können eigene Sticker aus Fotos erstellen, wobei die Software das Hauptmotiv automatisch erkennt und freistellt.
Mit OriginOS 7 bringt Vivo außerdem Atomic Workbench, das bislang den Foldables des Herstellers vorbehalten war, auf herkömmliche Smartphones. Die Funktion kann mehrere Apps gleichzeitig am Rand oder oberen Bereich des Bildschirms sichtbar halten und erleichtert damit den Wechsel zwischen aktiven Anwendungen. Vivo verspricht außerdem ein um 14 Prozent schnelleres Rendering, 19 Prozent schnellere Seitenwechsel, bis zu 12 Prozent schneller startende Apps und einen um 20 Prozent geringeren Stromverbrauch bei anspruchsvollen Animationen der Benutzeroberfläche.
Vivo wird OriginOS 7 am 16. September auf seiner Entwicklerkonferenz in China offiziell vorstellen. Die bislang gezeigten Funktionen beziehen sich auf die chinesische Version. Vivo hat noch nicht bestätigt, wie viele davon auch in der globalen Variante enthalten sein werden. Der endgültige Funktionsumfang außerhalb Chinas könnte daher deutlich anders ausfallen.
Quelle(n)
thegwchr. auf Telegram


















