Xbox Game Pass soll künftig auf Day-One-Spiele und Cloud Gaming in den regulären Tarifen verzichten

Der Xbox Game Pass hat bereits zahlreiche Änderungen durchlaufen, darunter die Einführung begrenzter Streaming-Zeiten. Einer Quelle zufolge, die frühere Anpassungen korrekt vorhergesagt hatte, will Microsoft den Abodienst jedoch grundlegend überarbeiten. Der neue Leak behauptet, dass das Unternehmen Day-One-Spiele künftig nicht mehr in den regulären Abonnements anbieten und Cloud Gaming zu einer kostenpflichtigen Zusatzoption machen will.
Eine grundlegende Umstrukturierung?
Slayven ist Moderator im ResetEra-Forum und hatte bereits 2025 Details zu Änderungen an den Tarifen Core und Standard veröffentlicht. Wenngleich sich viele dieser Aussagen bewahrheitet haben, ist dennoch eine gewisse Skepsis angebracht.
Dem Beitrag zufolge will Microsoft die Xbox-Game-Pass-Tarife auf zwei Angebote reduzieren. In diesem Szenario könnten Gamer einen werbefinanzierten Tarif für 12,99 US-Dollar pro Monat wählen. Alternativ würde der Abodienst ohne Werbung monatlich 19,99 US-Dollar kosten. Das entspräche einer weiteren Preissenkung um 3 US-Dollar, da Ultimate derzeit 22,99 US-Dollar kostet. Wie hoch die neuen Preise in Deutschland ausfallen könnten, ist nicht bekannt. Aktuell kostet der Xbox Game Pass hierzulande je nach Tarif 8,99 Euro (Essential), 12,99 Euro (Premium beziehungsweise PC Game Pass) oder 20,99 Euro (Ultimate) pro Monat.

Der niedrigere Preis hätte allerdings einen erheblichen Haken. Laut Slayven könnte die Ära der Day-One-Spiele im Xbox Game Pass bereits im Februar 2027 enden. Gleichzeitig könnte Cloud Gaming aus sämtlichen Tarifen verschwinden. Für 5,99 US-Dollar (ca. 5,19 Euro) pro Monat wären dann allerdings 25 Stunden Streaming verfügbar.
Der ResetEra-Moderator äußert sich in diesem Punkt nicht ganz eindeutig, deutet jedoch zusätzlich eine Option für 14,99 US-Dollar an. Diese könnte lediglich den Online-Zugriff auf Titel aus der bestehenden Spielebibliothek umfassen. Online-Multiplayer würde separat für 10,99 US-Dollar pro 30 Tage angeboten. Darüber hinaus könnte es einen Familientarif für zusätzliche 5,99 US-Dollar geben.
Ein entscheidender Vorteil könnte wegfallen
In ersten Reaktionen stößt insbesondere der mögliche Wegfall von Day-One-Spielen im Xbox Game Pass auf Kritik, da dies den Wert des Dienstes erheblich schmälern würde. Analysten argumentieren jedoch, dass die Aufnahme von Exklusivtiteln von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen sei. Die Strategie dürfte die Einzelverkäufe beeinträchtigt haben, während die Abonnentenzahlen nicht schnell genug gestiegen seien, um die entgangenen Einnahmen auszugleichen.
Dass Xbox Cloud Gaming zu einem eigenständigen Angebot werden könnte, dürfte weniger kontrovers sein. Unabhängig davon sind die bevorstehenden monatlichen Zeitlimits nicht besonders gut aufgenommen worden. Ultimate-Nutzer erhalten im November 15 Stunden, während Essential-Abonnenten auf 5 Stunden Zugriff kommen. Microsoft reagierte auf die Kritik mit der Erklärung, dass lediglich 4 Prozent der Nutzer von den Einschränkungen betroffen seien.


















