Über Xbox Cloud Gaming kann man Games auch ohne lokale Installation zocken. Das Rendering erfolgt dabei nicht über den eigenen PC oder die Konsole, sondern in Rechenzentren von Microsoft, von wo aus die Spiele dann auf den Bildschirm des Endgeräts gestreamt werden. Das funktioniert auch mit Smartphones oder Smart-TVs. Xbox Cloud Gaming ist allerdings kein eigenständiger Dienst, sondern Bestandteil des Xbox Game Pass – und bislang nur über ein aktives Ultimate-Abo nutzbar. Das könnte sich aber bald ändern.
Tom Warren von The Verge hat auf X eine UI-Mitteilung geteilt, die angeblich auch von anderen Nutzern gesehen wurde – „1 Stunde werbefinanzierte Spielzeit pro Sitzung“. Microsoft-Insider Jez Corden vermutet dahinter eine versehentliche Aktivierung, die aber klar darauf hindeutet, dass ein werbefinanzierter und wahrscheinlich kostenloser Xbox Cloud Gaming-Zugang unterwegs ist. Interessant ist dabei vor allem, dass es laut Corden offenbar nicht um den Game-Pass-Katalog geht, sondern um gekaufte Spiele aus dem Microsoft Store, die sich dann auch ohne Abo per Cloud streamen lassen könnten.
Im aktuell schwierigen Konsolenmarkt, in dem Microsofts Kampf mit Sonys PlayStation mittlerweile als verloren gilt, ist Cloud-Gaming für den Konzern hinter der Xbox ein Wachstumsfeld und ein Schritt in Richtung hardwareunabhängigen Gamings. Vor diesem Hintergrund scheint es gar nicht so unwahrscheinlich, dass Microsoft versuchen könnte, seinen Cloud-Gaming-Dienst auf diese Weise zu stärken.
Der Haken an der Sache ist, dass kostenloses Cloud-Gaming in diesem Fall nicht nur mit Werbung, sondern auch mit einer stark eingeschränkten Spielzeit einhergehen würde – laut der UI-Mitteilung eine Stunde pro Session. Fraglich ist, wie viele Sessions pro Tag möglich sein werden. In der Community auf X kommt die Idee nur bedingt gut an. Viele Nutzer reagieren skeptisch und befürchten eine schleichende Ausweitung von Werbung im Xbox-Ökosystem. Andere zeigen sich offener, solange es bei kurzen Pre-Roll-Spots bleibt und das Angebot wirklich kostenlos ist.
Quelle(n)
Tom Warren via X (ehemals Twitter)
Bildquelle: Xbox























