Panther Lake fürs Weltall: Neuer Intel Starfire Prozessor ist für den Weltraum gerüstet

Intel hat den für Raumfahrtsysteme entwickelten Prozessor Starfire angekündigt. Der Chip ist mit acht CPU-Kernen, einer Grafikeinheit mit 64 EUs und einer KI-Leistung von bis zu 75 TOPS ausgestattet, die TDP beträgt 35 Watt. Laut Intel ist Starfire für die Bedingungen im Weltraum ausgelegt und soll trotz strenger Vorgaben bei Abmessungen, Gewicht und Leistungsaufnahme anspruchsvolle KI-Aufgaben bewältigen.
Die CPU des Starfire kombiniert vier Performance-Kerne mit vier besonders stromsparenden Effizienzkernen und wird im Intel-18A-Verfahren gefertigt. Auch die aus drei Tiles bestehende NPU nutzt Intel 18A, während die integrierte GPU im Intel-3-Verfahren produziert wird und vier Xe-Kerne mit insgesamt 64 Ausführungseinheiten umfasst. Das Design basiert auf Intels Panther-Lake-Konfiguration 4Xe3.
Starfire wird in zwei Konfigurationen angeboten. Beim stromsparenden Modell arbeiten die P-Kerne mit 1,0GHz und die LPE-Kerne mit 850MHz, während die GPU je nach Auslastung zwischen 800MHz und 1,0GHz erreicht. Die gesamte KI-Leistung beträgt bis zu 45 TOPS bei einer TDP von 10 Watt.
In der leistungsstärkeren Konfiguration erreichen die P-Kerne 3,1GHz, die LPE-Kerne 2,1GHz und die GPU 2,0GHz. Dadurch steigt die gesamte KI-Leistung bei einer TDP von 35 Watt auf 75 TOPS. Beide Ausführungen unterstützen LPDDR5- und DDR5-Arbeitsspeicher und bieten zwölf PCIe-4.0-Lanes. Die zulässige Sperrschichttemperatur reicht von -55 °C bis 125 °C, zudem erwartet Intel eine Produktlebensdauer von mehr als zehn Jahren.
Die Strahlungstests zur Gesamtionisationsdosis, zu Single Event Latch-up und weiteren Single Event Effects sind laut Intel noch nicht abgeschlossen. Starfire wird in den USA gefertigt, erste Muster sollen im dritten Quartal 2026 verfügbar sein. Die bislang genannten technischen Daten können sich allerdings noch ändern.






