AMD Ryzen Strix Halo ist vor allem für zwei Zielgruppen spannend. Erstens für AI-Entwickler, da der Prozessor und der Grafikchip auf bis zu 128 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher zurückgreifen können. Zweitens aber auch für Gaming-Enthusiasten, da die APU in Gaming-Handhelds oder Laptops eine durchaus passable Gaming-Leistung bieten kann, ohne den Preis einer Nvidia GeForce RTX 5070 Ti Laptop-GPU bezahlen oder sich mit nur 8 GB Grafikspeicher abfinden zu müssen.
Bisher mussten Kunden aber zwangsläufig zum teuren AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Prozessorkernen greifen, um die AMD Radeon 8060S iGPU mit 40 Compute Units zu erhalten, denn die kleineren Strix-Halo-Chips boten nur die Radeon 8050S mit 32 Compute Units. Das ändert sich jetzt, denn mit dem Ryzen AI Max+ 392 und dem Ryzen AI Max+ 388 präsentiert AMD zwei kleinere Strix-Halo-Prozessoren mit zwölf bzw. acht CPU-Kernen und Boost-Taktfrequenzen bis 5,0 GHz, die jeweils mit dem schnelleren Grafikchip ausgestattet sind.
Das Plus in der Chip-Bezeichnung weist die schnelle iGPU aus, wodurch das Strix-Halo-Portfolio erfreulich übersichtlich bleibt. Durch diese neuen Chips könnten Gaming-Handhelds wie der GPD Win 5 praktisch dieselbe Gaming-Leistung zum deutlich günstigeren Preis bieten.
Laut AMD erreicht Ryzen Strix Halo eine 80 Prozent bessere Multitasking-Performance und eine 60 Prozent bessere Gaming-Leistung im Vergleich zum MacBook Pro mit Apple M5 (ca. 1.670 Euro auf Amazon). Allerdings hinkt dieser Vergleich ein wenig, da Strix Halo unter Last über 180 Watt Strom verbrauchen kann, der Apple M5 begnügt sich dagegen mit bis zu 30 Watt.
Quelle(n)
AMD













