Notebookcheck Logo

Prospera: City-Builder aus der Ego-Perspektive funktioniert überraschend gut

Der PC-Release von Prospera ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
ⓘ Toplitz Productions
Der PC-Release von Prospera ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
Ein City-Builder wie Anno 1800, aber aus der Ego-Perspektive? Das mag ungewöhnlich klingen, soll laut PC Games aber erstaunlich gut funktionieren. Ein Problem sieht die Redaktion allerdings.

Am 26. August 2026 wurde auf der Gamescom offiziell der neue City-Builder Prospera vorgestellt. Das vom deutschen Entwicklerstudio Active Fungus Studios entwickelte Aufbauspiel kombiniert klassischen Städtebau und komplexe Produktionsketten aus Anno 1800 mit der Fabrikautomatisierung aus Satisfactory. Das Besondere: Anstatt die eigene Stadt aus der Vogelperspektive zu verwalten, stehen Spieler mittendrin – wahlweise aus der Ego- oder Third-Person-Perspektive.

Schauplatz ist eine offene Spielwelt zur Zeit der Industrialisierung, die viktorianische Architektur mit einem gewissen Wild-West-Flair verbindet. Spieler beginnen als einfache Holzfäller, sammeln Ressourcen und errichten eigenhändig erste Gebäude. Später übernehmen Arbeiter den Bau und lassen die Stadt nach und nach zu einer großen Industriemetropole heranwachsen. Abgesehen von der Perspektive präsentiert sich Prospera dabei als klassischer City-Builder – mit unterschiedlichen Bevölkerungsbedürfnissen, immer komplexeren Produktionsketten und einem umfangreichen Wirtschaftssystem. Eine Besonderheit ist der physische Warentransport: Rohstoffe müssen tatsächlich zwischen Produktionsstätten bewegt werden – zunächst mit Handkarren und Pferdewagen, später über selbst angelegte Eisenbahnnetze. 

Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Prospera.
ⓘ Toplitz Productions
Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Prospera.
Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Prospera.
ⓘ Toplitz Productions
Im Bild: Ein Gameplay-Screenshot aus Prospera.

PC Games: Bauen aus der Ego-Perspektive funktioniert überraschend gut

Die Redaktion von PC Games konnte Prospera bereits anspielen und hat die ersten Eindrücke in einem Video auf YouTube zusammengefasst. Dabei war man zunächst skeptisch, ob ein City-Builder aus der Ego-Perspektive überhaupt funktionieren kann. Gerade das Bauen hinterließ jedoch einen positiven Eindruck. Beim Platzieren von Fundamenten wechselt die Kamera kurz in eine erhöhte Ansicht, anschließend werden Gebäude dann aber von Hand errichtet. Laut PC Games soll das erstaunlich gut funktionieren und gewissermaßen für einen persönlicheren Bezug zur eigenen Stadt sorgen. Da die Gebäude vergleichsweise kompakt ausfallen, soll sich auch der Zeitaufwand beim Bauen in Grenzen halten.

Später müssen Spieler allerdings nicht mehr jeden Balken selbst festnageln. Arbeiter können den Gebäudebau übernehmen, brauchen dafür aber etwas länger. Auch das Upgrade-System gefällt der Redaktion: Gebäude können über mehrere Entwicklungsstufen verbessert werden, ohne dabei wesentlich mehr Platz zu beanspruchen. Dabei verändert sich auch das Stadtbild. Während die Stadt anfangs überwiegend aus rustikalen Holzhäusern im Stil amerikanischer Kleinstädte besteht, entstehen mit fortschreitender Industrialisierung zunehmend geschlossene Straßenzüge mit viktorianischen Fassaden, so PC Games. Da ältere Gebäude nicht zwangsläufig modernisiert werden müssen, sollen sich auch verschiedene Baustile miteinander kombinieren lassen.

Aber ein Problem muss noch gelöst werden

Während die PC Games-Redaktion einen insgesamt positiven Eindruck von Prospera schildert, gibt es zumindest ein Problem: Wie gut funktioniert die Verwaltung der Stadt, wenn diese zu einem großen Metropole herangewachsen ist? Da Prospera weitgehend auf klassische Menüs verzichten will, müssen Spieler beispielsweise Lager und Fabriken persönlich aufsuchen. Was in einer kleinen Siedlung noch für Immersion sorgt, könnte bei riesigen Industriestädten schnell in nervige Laufarbeit ausarten. Laut PC Games sind sich die Entwickler dieses Problems bewusst und haben bereits verschiedene Lösungsansätze diskutiert: Neben Pferden und Eisenbahnen, die eine schnellere Fortbewegung ermöglichen, wird offenbar auch über ein Teleportsystem nachgedacht, um lange Laufwege zu vermeiden. Eine endgültige Lösung gibt es bislang jedoch nicht.

Insgesamt sieht PC Games großes Potenzial. Die ungewöhnliche Perspektive wird sich bei größeren Städten aber erst noch beweisen müssen. Auch in den YouTube-Kommentaren kommt Prospera überwiegend gut an. Viele finden den Genre-Mix spannend. Kritik gibt es vor allem an einigen unrealistischen Maschinen und Zügen. Zudem vermuten manche Nutzer, dass beim Werbematerial KI im Spiel war – was nicht bei allen gut ankommt. Prospera soll im zweiten Quartal 2027 für PC erscheinen. Auf Steam lässt sich bereits Zugang zu einem Playtest beantragen.

Quelle(n)

Google LogoAls bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mail Logo
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Prospera: City-Builder aus der Ego-Perspektive funktioniert überraschend gut
Autor: Marius Müller, 10.10.2026 (Update: 10.10.2026)