Kommt nach den QLED-Fernsehern (LCD-Modelle) der QRED-Fernseher? In der Forschung wird derzeit die Verwendung von Quantum Rods statt Quantum Dots diskutiert, wie ein Vortrag auf der SID-MEC Conference in Göttingen zeigte. Quantum Rods, die eine Stäbchenform haben, könnten die Fernseher und Displays der Zukunft energieeffizienter machen, so Jan Niehaus der am Fraunhofer IAP-CAN seit mehreren Jahren an Quantum-Materialien und seit einigen Jahren auch an den Quantum Rods forscht und einen aktuellen Stand präsentierte.
Im Vergleich zu klassischen Quantenpunkten, die etwa in als QLED vermarkteten Fernsehern (LCD mit QD-BLU) als Schicht zum Einsatz kommen, oder auch für einfacher herzustellende MicroLED-Bildschirme im Gespräch sind, sowie natürlich in bisher nicht marktreifen selbstleuchtenden, echten QLED-Fernsehern (alias EL-QD, QD-LED, QED, QE-Display, Nano-LED) zum Einsatz kommen, könnten die angeordneten Stäbchen als Schicht also weniger Leistungsaufnahme bedeuten.
Die prinzipielle Machbarkeit ist in der Forschung laut Niehaus nun auch gezeigt worden. So konnte ein QR-Film erfolgreich transferiert werden. Sie sollen außerdem eine hohe thermische Stabilität zeigen. Vermutlich eignen sie sich dadurch auch für besonders helle Displays. Aber soweit ist es noch nicht, da die Forschung in Richtung praktischer Anwendung noch in einem frühen Stadium ist.
Übrigens: Das Marketing rund um Quantum-Materialien bleibt kompliziert. In einem Werbeclip hat nun auch Samsung damit angefangen, zwischen echten und falschen QLED-Displays zu unterscheiden. Allerdings auf eine andere Art und Weise, als es die Forschung erwarten würde. Denn Samsungs "echte" QLED-Displays sind weiter keine echten QLED-Displays. Deswegen nennt Samsung seine eigene QLED-Technik auch QE-Display oder QED, um aus dem Dilemma herauszukommen, mit dem Marketing gegen die Sicht der Forschung zu arbeiten.
Quelle(n)
SID-MEC Conference










