Valve hat vergangene Woche die Steam Machine angekündigt, eine Mischung aus Linux-Computer und SteamOS-Heimkonsole. Die Steam Machine soll relativ kompakt sein und einen leisen Lüfter bieten, und dennoch Spiele in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde rendern können. Das dürfte allerdings etwas optimistisch sein, denn wie unser Specs-Vergleich zeigt, ist die Steam Machine auf dem Papier sogar langsamer als die fünf Jahre alte Sony PlayStation 5 (ca. 440 Euro auf Amazon).
Valve-Ingenieur Yazan Aldehayyat hat sich in einem Gespräch im unten eingebetteten YouTube-Video von Adam Savage's Tested nun zu den Performance-Bedenken geäußert. Demnach ist die Steam Machine leistungsstärker als 70 Prozent aller Gaming-PCs, die Steam-Nutzer derzeit verwenden. Dabei bezieht sich der Ingenieur auf die Steam Hardwareumfrage, laut der ältere Mittelklasse-Grafikkarten wie die Nvidia GeForce RTX 3060 oder sogar die GeForce GTX 1650 nach wie vor zu den beliebtesten GPUs zählen.
Valve kauft Hardware von der Stange
Im Gespräch wird auch bestätigt, dass Valve die Hardware der Steam Machine "von der Stange" gekauft hat, sprich die Hardware des Prozessors und Grafikchips wurden ohne Anpassungen von AMD bestellt, Valve hat aber Software-Anpassungen vorgenommen. Damit bestätigt Valve quasi, dass die Steam Machine einen AMD Ryzen 5 8640HS mit um 100 MHz reduzierten Taktfrequenzen sowie eine AMD Radeon RX 7600M mit einer TGP von 110 Watt und somit etwas höheren Taktraten bis 2,45 GHz besitzt.
Die Steam Machine soll durch SteamOS und Proton mit den meisten Spielen kompatibel sein, die auf Steam angeboten werden – ähnlich wie schon beim Steam Deck laufen auch Spiele, die eigentlich nur für Windows angeboten werden, mit einigen Ausnahmen, wie etwa Titel mit inkompatiblem Kopierschutz. Die mäßig leistungsstarke Hardware soll vor allem zugunsten eines günstigeren Preises gewählt worden sein. Laut einer "Bill of Materials"-Analyse könnte Valve die Steam Machine zu Preisen zwischen 459 Euro und 614 Euro anbieten.




















