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Preis-Analyse: Steam Machine soll weniger als eine PlayStation 5 Pro kosten - und warum Preis-Analysen so schwierig sind

Die Steam Machine könnte günstiger als eine PlayStation 5 Pro werden (Bildquelle: Valve)
Die Steam Machine könnte günstiger als eine PlayStation 5 Pro werden (Bildquelle: Valve)
Valve hat die Steam Machine offiziell vorgestellt und damit zumindest das Interesse potenzieller Kunden durchaus getroffen. Offizielle Informationen zum Preis gibt es noch nicht, allerdings schon zahlreiche Spekulationen - die allerdings durchaus irreführend sein können.

Die Steam Machine hat bereits vor der Veröffentlichung und nach der offiziellen Vorstellung schon Wellen geschlagen. Dabei gibt es aktuell noch keine Informationen zum Preis, allerdings schon von verschiedenen Seiten erste Berechnungen - dementsprechend befindet sich Linus Tech Tips mit seiner Analyse durchaus in bester Gesellschaft. Dabei wird ein Preis von 602 Dollar für vergleichbare Komponenten genannt - dieser Preis setzt sich aus den jeweils bisherigen Tiefpreisen für die Komponenten wie etwa dem AMD Ryzen 5 8400F und einer Radeon RX 6600-GPU zusammen. Linus Tech Tips rechnet mit einem Preis von 699 Dollar. der Preis der Steam Machine würde damit 50 Dollar unter dem der PlayStation 5 Pro liegen - unter der Voraussetzung, dass sich am Markt keine großen Änderungen ergeben. Genau dies ist aber durchaus denkbar: So steigen derzeit die Preise für Speicher massiv an, was auch schon auf den Verbrauchermarkt durchschlägt. Warum Preisspekulationen so schwierig sind

Preisspekulationen sind schwierig

Auch wenn sich zahlreiche Medien an den Preisspekulationen beteiligen und diese im Allgemeinen eine gewisse Stoßrichtung vorgeben dürfte, sind solche doch immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen und könnten sogar irreführend sein. Das beginnt schon bei der Art des Preisvergleiches: Herangezogen werden im Regelfall Preise, die im B2C-Segment aufgerufen werden. Damit lassen sich die für Valve auflaufenden Kosten aber nur unzureichend beschreiben, da Valve wenig überraschend im B2B-Markt unterwegs ist, wenn es um das Sourcing von Einzelteilen geht und im B2B-Markt die Handelsspanne - also der Aufpreis - aus verschiedenen Gründen im Allgemeinen niedriger als beim Verkauf an Endkunden ist.

Zudem sind die Kosten, die Valve für die Steam Machine anfallen, nur ein Faktor für die Preisbildung. Diese Selbstkosten sind nur bei der sogenannten kostenorientierten Preisbildung in Zusammenspiel mit dem Ziel-Gewinnzuschlag wirklich aussagekräftig, denkbar ist mit der nachfrageorientierten Preisbildung auch eine Preisfindung, die im großen Maße auch von der Bereitschaft der Kunden zur Zahlung eines gewissen Preises abhängig ist. Denkbar wäre im Grunde auch, dass Valve die Steam Machine unter dem Selbstkostenpreis verkauft und das System damit über die Beteiligung an Steam-Verkäufen subventioniert. Dieser Vermutung hat das Unternehmen allerdings schon eine Absage erteilt, zudem wäre eine solche Subvention nur dann wirklich sinnvoll, wenn man über den günstigen Gerätepreis zusätzliche Kunden auf Steam bringt - was uns zumindest bei einem direkten Online-Vertrieb durch Valve eher unwahrscheinlich erscheint. Gleichwohl könnte sich durch Erhöhung des Steam-Umsatzes je Kunden trotzdem ein positiver Effekt ergeben, wenn etwa mit der Steam Machine häufiger über Steam eingekauft wird, weil dieses System dann zur primären Spieleplattform wird.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-11 > Preis-Analyse: Steam Machine soll weniger als eine PlayStation 5 Pro kosten - und warum Preis-Analysen so schwierig sind
Autor: Silvio Werner, 30.11.2025 (Update:  1.12.2025)