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Steam Machine wird als PC-Nachbau auf die 4K-Gaming-Probe gestellt

Die Steam Machine nutzt herkömmliche PC-Hardware. (Bildquelle: Valve)
Die Steam Machine nutzt herkömmliche PC-Hardware. (Bildquelle: Valve)
Valve bewirbt die Steam Machine mit 4K-Gaming mit 60 Bildern pro Sekunde. Ein YouTuber hat nun einen PC mit vergleichbarer Hardware gebaut, um dieses Marketing auf die Probe zu stellen, und zu zeigen, wie leistungsstark die Steam Machine tatsächlich sein wird.

Die Steam Machine wurde vergangene Woche offiziell vorgestellt. Dabei handelt es sich um das Heimkonsolen-Gegenstück zum Steam Deck, allerdings nutzt die Steam Machine AMD-Chips von der Stange, sodass Gaming-Enthusiasten einen vergleichbaren PC potenziell selbst bauen können – wobei Valve einen Kostenvorteil haben könnte.

Valve macht große Marketing-Versprechen: Die Steam Machine soll leistungsstärker sein als 70 Prozent aller PCs, die im letzten Monat an der Steam Hardwareumfrage teilgenommen haben, die Heimkonsole soll sechsmal mehr Leistung als das Steam Deck bieten und Spiele in 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde darstellen können – zumindest mit aktiviertem FSR-Upscaling. Der YouTuber The Phawx stellt diese Behauptungen nun auf die Probe.

Dazu wurde ein AMD Ryzen 7 8840U auf sechs Kerne und eine Verlustleistung von 30 Watt beschränkt, während eine AMD Radeon RX 7600M XT als Grafikchip genutzt wird. Diese GPU besitzt zwar 32 Compute Units, statt der 28 CUs der Steam Machine, die geringeren Taktfrequenzen ist die GPU aber nur wenige Prozent schneller – in der Praxis dürfte die Steam Machine dennoch minimal langsamer als diese simulierte Steam Machine sein.
 

Valve bewirbt die Steam Machine mit 4K-Gaming bei 60 Bildern pro Sekunde.
Valve bewirbt die Steam Machine mit 4K-Gaming bei 60 Bildern pro Sekunde.

4K-Gaming ist möglich, aber nicht praktikabel

Die Gaming-Tests zeigen, dass 4K-Gaming mit 60 Bildern pro Sekunde möglich ist, aber empfehlenswert ist das in vielen Fällen nicht. God of War: Ragnarök läuft in 4K mit dem niedrigsten Detailgrad nur dann mit 60 fps, wenn XeSS Ultra Performance genutzt wird, die Render-Auflösung beträgt also nur 1.280 x 720 Pixel. Space Marine 2 erreicht bei derselben Render-Auflösung, die per FSR Ultra Performance auf 4K skaliert wird, und niedrigem Detailgrad nur rund 50 fps.

Spider-Man: Miles Morales erreicht unter denselben Bedingungen zwar durchschnittlich über 60 fps, allerdings bricht die Bildrate regelmäßig auf rund 40 Bilder pro Sekunde ein. Starfield und Indiana Jones laufen in 4K kaum flüssig, trotz Upscaling und niedrigem Detailgrad. Valves Marketing sollte daher mit einer gehörigen Prise Skepsis betrachtet werden, die Steam Machine ist keinesfalls eine 4K-Konsole, und dürfte selbst mit Upscaling nur dann brauchbare Resultate auf 4K liefern, wenn weniger anspruchsvolle Titel gezockt werden.
 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-11 > Steam Machine wird als PC-Nachbau auf die 4K-Gaming-Probe gestellt
Autor: Hannes Brecher, 18.11.2025 (Update: 18.11.2025)