Das rund 30 Mann starke Team von Colossal Order hat mit Cities: Skylines einen echten Meilenstein der Städtebau-Simulationen auf den Markt gebracht, der mit den Jahren durch zahlreiche DLC-Pakete und Mods noch besser wurde. Der Versuch, das eigene Meisterwerk noch zu übertreffen, ist den Entwicklern aber nicht gelungen, denn Cities: Skylines II (ca. 47 Euro auf Amazon) muss sich auf Metacritic mit einer Kritiker-Wertung von 74 aus 100 möglichen Punkten, und mit einer Spieler-Bewertung von nur 4,3 aus 10 Punkten begnügen.
Dafür sind nicht zuletzt die umfassenden technischen Probleme zum Launch verantwortlich, und selbst Jahre später klagen Spieler noch über zu hohe Systemanforderungen für die gebotene Grafik, über Abstürze und über fehlende Features, die teils schon vor dem Launch versprochen wurden. Updates, um diese Fehler zu beheben, wurden über die vergangenen Monate nur noch schleppend veröffentlicht, dafür wurden kostenpflichtige DLCs entwickelt. Der Publisher, Paradox Interactive, zieht nun den Stecker. Im Paradox Forum kündigt der Publisher an, dass Cities: Skylines 2 künftig nicht mehr von Colossal Order, sondern von Iceflake Studios entwickelt wird.
Das Studio ist vor allem für das postapokalyptische Aufbauspiel Surviving the Aftermath bekannt, hat ansonsten aber eher kleinere Titel entwickelt. Das Studio mit Sitz in Finnland gehört Paradox Interactive. Colossal Order soll in den nächsten Monaten noch an Performance-Updates arbeiten und endlich die lang versprochenen Fahrräder nachreichen, bevor die Entwicklung vollends abgegeben wird. Iceflake Studios soll sowohl weitere kostenlose Updates als auch kostenpflichtige Erweiterungen entwickeln.
















