Bei den seit 2014 stattfindenden Game Awards hat es mit kuriosen Momenten wie dem „Bill Clinton Kid“, der 2022 ungeplant mit auf die Bühne schlich, oder überraschenden Live-Konzerten, die für regelmäßiges Meme-Material sorgen, schon so einiges gegeben. Dass die Nominierung eines Spiels nachträglich zurückgezogen wird, gab es bisher aber noch nicht. Betroffen ist die Kategorie „Best Debut Indie Game“ der Game Awards 2025, in der der Indie-Titel Megabonk ursprünglich nominiert war.
Wer einen Skandal hinter der Aberkennung vermutet, wird wohl enttäuscht: Es handelt sich um einen völlig harmlosen Grund. Der Entwickler von Megabonk stellte schlicht selbst fest, dass sein Spiel formal nicht in die Kategorie passte, weil er zuvor bereits unter anderen Studionamen Spiele veröffentlicht hatte. Statt die Nominierung mitzunehmen, zog er sich freiwillig zurück. Das gab der Entwickler am 18. November auf X bekannt. Wenig später bestätigte Geoff Keighley, Moderator und Gastgeber der Game Awards, die Entscheidung offiziell.
Unter dem X-Post des Entwicklers sammeln sich überwiegend positive Reaktionen mit viel Lob für Ehrlichkeit. Einige User wollen das Spiel jetzt erst recht kaufen. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die behaupten, ein Rückzug der Nominierung wäre nicht notwendig gewesen, weil ein neues Studio durchaus als Debüt gelten könne – selbst wenn der Entwickler zuvor bereits unter anderen Namen Titel veröffentlicht hat. Einige vermuten auch, hinter der Ehrlichkeit des Entwicklers würde sich nur ein kluger Marketing-Schachzug verbergen.
Quelle(n)
MegabonkGame via X (ehemals Twitter)













