Wiederaufladbare Batterien sind allgemein ein gewisser "Schwachpunkt" elektrischer Geräte, egal ob nun Laptops, Smartphones oder Elektroautos. Hierbei kommen bei E-Autos oft sogenannte Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Batterien, wo das Recycling aufwändig und kostenintensiv ist. Doch Wissenschaftler der Universität von Wisconsin–Milwaukee stellen nun ein interessantes Alternativ-Verfahren für das Reycling von LFP-Batterien vor.
Lithium wird gegen Kalium ausgetauscht
Dabei bestehen Lithium-Eisenphosphat-Batterien – wie der Name verrät – neben Lithium unter anderem aus Eisen und Phosphat. Um das für die Batterieherstellung wertvolle Lithium aus den LFP-Batterien gewinnen zu können, wendeten die Forschenden ein sogenanntes Ionenaustauschverfahren an.
Mit dieser Methode kann das für die Herstellung neuer Batterien wichtige Lithium gegen Kalium ersetzt werden. Die anschließend in der Batterie verbleibenden Elemente (Kalium, Phosphor, Natrium, Stickstoff) sind jedoch wichtige Bestandteile von Düngemitteln. Somit sollen die LFP-Batterien nach dem Ionenaustausch von Lithium durch Kalium für die Herstellung von Dünger genutzt werden.
Denn die Bestandteile für Düngemittel müssen aktuell laut Deyang Qu, Professor und Leiter des Forschungsprojektes, in die USA importiert werden. Werden die ausgedienten Batterien als Ausgangsstoff für Dünger genutzt, steht ein nachhaltiger Weg für das Recycling der Batterien zur Verfügung und die Düngemittelherstellung kann preisgünstiger erfolgen.
Als nächstes soll eine Düngemittelherstellung auf Basis dieses Ionenaustauschverfahrens für LFP-Batterien im Großmaßstab etabliert werden. Anschließend ist geplant, vergleichende Feldversuche mit regulären Düngemitteln durchzuführen und bei Erfolg das neuartige Konzept zur Dünger-Herstellung aus alten E-Auto-Batterien an große Düngemittelproduzenten zu vermarkten.
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