Ermittler aus Deutschland und der Ukraine haben zwei mutmaßliche Helfer der Ransomware-Gruppe Black Basta identifiziert, und konnten so auch deren mutmaßlichen Chef Oleg Evgenievich Nefedov enttarnen. Der 35-jährige Russe steht ab sofort auf der "Europe's Most Wanted"-Liste der EU und hat auch zusätzlich eine Red Notice von Interpol.
Normalerweise tummeln sich auf dieser speziellen Fahndungsliste Schwerverbrecher, Mörder oder Drogenbosse. Dass sich ein Hacker hier einreiht, zeigt deutlich, wie massiv der Schaden ist, den Black Basta angerichtet hat. Erpresste Summen im dreistelligen Millionenbereich werden der Gruppe zu Last gelegt. Bis zu 500 Firmen soll Black Basta in den letzten Jahren gehackt haben. Ein kurioses Detail sticht bei der Fahndung übrigens sofort ins Auge: Die Behörden haben sich bei der Gestaltung der EU-Most-Wanted-Seite anscheinend ein wenig vom Hollywood-Klischee leiten lassen. Statt eines neutralen Hintergrunds wurde Nefedovs Fahndungsfoto nachträglich bearbeitet und mit einem blauen "Matrix"-Hintergrund versehen. Der Vergleich zur Interpol Red Notice zeigt deutlich die Nachbearbeitung der Fotos.
Laut BKA hat Nefedov als Kopf der Bande die Ziele ausgewählt und die Lösegelder verwaltet. Zwar ist es um Black Basta selbst seit Februar 2025 etwas ruhiger geworden und manche Mitglieder sind wohl zu einer anderen Ransomware-Gruppe weitergezogen, aber die Jagd auf den Chef ist jetzt offiziell eröffnet. Nefedov wird übrigens weiterhin in Russland vermutet.












