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RedMagic beim Schummeln erwischt: Gaming-Smartphones manipulieren 3DMark-Benchmark

RedMagic scheint seine neuen Gaming-Smartphones über übliche Grenzen hinauszutreiben, um Höchstleistungen zu erzielen. Im Bild: die Rückseite des iPhone 11 Pro
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RedMagic scheint seine neuen Gaming-Smartphones über übliche Grenzen hinauszutreiben, um Höchstleistungen zu erzielen. Im Bild: die Rückseite des iPhone 11 Pro
Die RedMagic 11 Pro-Serie wurde aus dem 3DMark-Benchmark entfernt, nachdem die Gaming-Smartphones beim „Cheating“ erwischt wurden, um höhere Ergebnisse zu erzielen. Dabei zeigte sich, dass die Geräte in der Lage sind, hohe Werte zu erreichen, indem sie thermische Sicherheitsgrenzen außer Acht lassen.

3DMark berücksichtigt die Benchmark-Ergebnisse der RedMagic 11 Pro-Serie nicht mehr in seinen Leistungsrankings. Diese Streichung erfolgte, nachdem das Benchmark-Unternehmen festgestellt hatte, dass die Gaming-Smartphone-Serie gegen die Regeln verstieß und „betrügerisch“ hohe Punktzahlen erzielte.

Dieser Betrug ist für Smartphone-Hersteller nichts Neues. RedMagic ignorierte die Sicherheitsgrenzen der Hardware, um hohe Punktzahlen zu erreichen, was gegen die 3DMark-Regeln verstößt. Bei den Sicherheitsgrenzen handelt es sich wahrscheinlich um Stromverbrauch und Temperaturkontrolle.

Das heißt, die Smartphones der RedMagic 11 Pro-Serie drosseln den SoC nicht, selbst wenn die Temperatur während der Benchmarks die zulässige Grenze überschreitet. Wie sich herausstellte, verhält sich die Gaming-Smartphone-Serie nicht nur während der Benchmarks so. Einige Reddit-Nutzer haben darauf hingewiesen, dass die Geräte bei anspruchsvollen Spielen wie Tomb Raider 2013 extrem heiß werden.

Ein Nutzer behauptet sogar, sein RedMagic 11 Pro schalte sich bei 144 FPS in Tomb Raider 2013 ab. Ein kürzlich veröffentlichtes Video von ETA Prime zeigt zudem, dass die neuesten RedMagic-Smartphones mit Snapdragon 8 Elite Gen 5 bei der Emulation rechenintensiver PC-Spiele über 40 Watt verbrauchen können, was aus thermischer Sicht besorgniserregend ist.

Zwar trägt das aktive Lüfter- und Kühlsystem der RedMagic 11 Pro-Serie dazu bei, die Smartphones kühl zu halten, doch unter extremer Last stoßen selbst die fortschrittlichsten Kühler an ihre Grenzen. RedMagic ist allerdings nicht das erste Unternehmen, das thermische Grenzwerte für hohe Testergebnisse ignoriert.

Bereits 2020 wurde MediaTek dabei ertappt, wie es Schutzmechanismen wie die thermische Drosselung seiner SoCs während Benchmarks deaktivierte. Huawei wurde 2018 dabei ertappt, wie es die Empfehlungen zur thermischen Verlustleistung (TDP) bei Benchmark-Tests ignorierte.

Nutzern der RedMagic 11 Pro-Serie wird empfohlen, den Gaming-Modus nicht auf höchste Leistung einzustellen, um die Lebensdauer der Hardware zu verlängern. Wer häufig lange spielt, profitiert von einem externen Kühler, der die Gerätetemperatur senkt (z. B. das kabellose Ladegerät und der Kühler Torras PolarCircle Qi2.2, aktuell für 39,99 Euro auf Amazon erhältlich).

Die RedMagic 11 Pro-Serie wurde aus der Benchmark-Rangliste entfernt
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Die RedMagic 11 Pro-Serie wurde aus der Benchmark-Rangliste entfernt

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > RedMagic beim Schummeln erwischt: Gaming-Smartphones manipulieren 3DMark-Benchmark
Autor: Abid Ahsan Shanto,  7.04.2026 (Update:  7.04.2026)