Rødecaster Video bekommt 4K-Multicam-Feature

Der Rødecaster Video kann nun Signale mehrerer Kameras in 4K UHD aufzeichnen. Firmware 1.4 führt dafür einen eigenen 4K-Aufnahmemodus für die gesamte Rødecaster-Video-Reihe ein. Mehrere HDMI-Signale lassen sich mit bis zu 3840 x 2160 Pixeln bei 30 FPS einlesen, einzeln über NDI ausgeben und als separate Spuren direkt auf einem externen USB-Speicher aufzeichnen. Als Speicherziel kommen etwa eine externe SSD oder der Schnittrechner infrage. Das bislang vor allem für Liveproduktionen ausgelegte Gerät lässt sich damit auch als kompakter Mehrkamera-Rekorder nutzen.
Der 4K-Aufnahmemodus bringt allerdings Einschränkungen mit sich. Mehrere 4K-Signale beanspruchen den Prozessor so stark, dass Übergänge, Keying, die Wiedergabe von Grafiken, Mehrkamera-Szenen und direktes Streaming über RTMP oder SRT in diesem Modus deaktiviert sind. Wer die volle Aufnahmefunktion nutzen möchte, muss die Aufnahmen daher erst im Anschluss bearbeiten.

Ein separater Full-HD-Aufnahmemodus verarbeitet die Videosignale weiterhin mit 1080p60. Firmware 1.4 erweitert außerdem die Unterstützung für Rødecaster Sync und ermöglicht den OTIO-Export für Adobe Premiere Pro. Das ist besonders für Podcasts, Interviews und kleine Produktionsteams nützlich, die Kamerasignale getrennt aufzeichnen möchten, ohne zusätzliche Aufnahmehardware einzusetzen.
Ein vollwertiges Produktionsmischpult ersetzt der Rødecaster Video damit nicht. Mit Firmware 1.4 kann er jedoch weitere Aufgaben eines solchen Geräts übernehmen.



