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Samsung Galaxy S27 Ultra könnte wegen Hitzeproblemen beim 5-GHz-Snapdragon auf Exynos setzen

Das Samsung Galaxy S26 Ultra.
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Das Samsung Galaxy S26 Ultra.
Während andere Smartphone-Hersteller Qualcomms neuen Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 offenbar problemlos in ihren Geräten einsetzen können, soll Samsung mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Berichten zufolge erwägt der Konzern deshalb, beim kommenden Galaxy S27 Ultra auf einen Exynos-Prozessor umzusteigen.

Samsung soll bei internen Entwicklungstests des kommenden Galaxy S27 Ultra auf erhebliche Überhitzungsprobleme mit Qualcomms neuem Flaggschiff-Prozessor gestoßen sein.

Der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 ist der bislang leistungsstärkste Mobilprozessor von Qualcomm und der erste Smartphone-Chip, dessen Oryon-Prime-Kerne Taktraten von 5 GHz erreichen können. Diese hohe Leistung könnte allerdings mit Problemen bei der Wärmeentwicklung und einer daraus resultierenden Leistungsdrosselung einhergehen – zumindest bei Samsungs Implementierung im Galaxy S27 Ultra.

Branchenquellen zufolge hätte Samsung bei einem internen Validierungstests festgestellt, dass der Prozessor wiederholt die zulässigen Temperaturgrenzen überschritt. Unter anhaltend hoher Belastung sanken daraufhin die Taktraten – ein klassischer Fall von Thermal Throttling. Samsung soll die Testergebnisse bereits im vergangenen Monat an Qualcomm weitergeleitet und eine Lösung bis Mitte Oktober gefordert haben. Offenbar erreicht der Chip die von Samsung gewünschte thermische Stabilität bislang nicht. Beide Unternehmen sollen jedoch weiterhin an Verbesserungen arbeiten und neue Tests durchführen.

Der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 wurde erst im vergangenen Monat vorgestellt und ist insbesondere auf agentenbasierte KI-Anwendungen ausgelegt. Dafür bietet er leistungsfähigere CPU- und GPU-Kerne, die auch komplexe Aufgaben direkt auf dem Gerät bewältigen sollen. Da Samsung bei seinen kommenden Galaxy-Smartphones verstärkt auf KI-Funktionen setzt, wäre ein Prozessor, der seine Leistung unter Dauerlast nicht halten kann, entsprechend problematisch. Hohe Benchmark-Ergebnisse helfen schließlich wenig, wenn das Smartphone bei längeren Gaming-Sessions deutlich langsamer wird. Andere Hersteller, die bereits Gaming-Smartphones mit dem Elite Extreme angekündigt haben, scheinen nicht von vergleichbaren Überhitzungsproblemen betroffen zu sein. Das OnePlus 16 verfügt allerdings über eine aktive Kühlung.

Sollte Qualcomm die Probleme nicht rechtzeitig lösen können, könnte Samsung stattdessen auf den Exynos 2700 zurückgreifen. Der Chip wurde von Samsung System LSI entwickelt und wird im SF2P-Verfahren gefertigt, der zweiten Generation von Samsungs 2-nm-Fertigungstechnologie. Dem Bericht zufolge soll der Exynos-Prozessor den Snapdragon in einigen Testbereichen sogar übertreffen. Eine Entscheidung muss Samsung allerdings bald treffen, da die Massenproduktion der Galaxy-S27-Serie noch Ende dieses Jahres beginnen soll.

Ein Galaxy S27 Ultra mit Exynos-Prozessor wäre für Samsung eine bemerkenswerte Kehrtwende. Der Konzern verdient inzwischen deutlich mehr mit Halbleitern als mit Smartphones. Zuletzt kam beim europäischen Galaxy S22 Ultra ein Exynos-Prozessor zum Einsatz. Seitdem setzte Samsung bei seinen Ultra-Modellen weltweit auf Snapdragon-Chips – auch beim Galaxy S26 Ultra, das bei Amazon für 1.160 Euro angeboten wird. In jüngerer Zeit beschränkte sich der Einsatz von Exynos-Prozessoren auf reguläre Modelle in Südkorea, etwa das Galaxy S26 und S26+. Langjährige Samsung-Nutzer dürften sich noch an die Exynos 2100 und 2200 erinnern, die wegen ihrer Wärmeentwicklung und vergleichsweise geringen Energieeffizienz kritisiert wurden. Mit der aktuellen 2-nm-Fertigung dürfte Samsung hoffen, diese Probleme inzwischen überwunden zu haben.

Auch wirtschaftlich könnte ein Wechsel zu Exynos attraktiv sein. Snapdragon-Prozessoren sind deutlich teurer als Samsungs hauseigene Chips. Berichten zufolge gab Samsung im vergangenen Jahr mehr als zehn Milliarden US-Dollar (rund 8,6 Milliarden Euro) für Mobilprozessoren aus, nachdem es 2021 noch 4,6 Milliarden US-Dollar (rund 4 Milliarden Euro) waren. Durch den Einsatz eigener Exynos-Chips könnte der Konzern einen größeren Teil dieser Ausgaben im Unternehmen halten und gleichzeitig seine 2-nm-Fertigungslinien besser auslasten – vorausgesetzt, Qualcomm bekommt die mutmaßlichen Hitze- und Drosselungsprobleme des Snapdragon nicht rechtzeitig in den Griff.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Samsung Galaxy S27 Ultra könnte wegen Hitzeproblemen beim 5-GHz-Snapdragon auf Exynos setzen
Autor: Daniel Zlatev, 16.10.2026 (Update: 16.10.2026)