Scuf Nemesis Pro 8K PC-Controller mit ultraschneller Abfragerate von 8.000 Hz vorgestellt

Scuf Gaming hat die Nemesis Pro 8K PC-Controller-Serie auf den Markt gebracht, die aus dem Nemesis Pro 8K PC Wired und dem Nemesis Pro 8K PC Wireless besteht. Die Vorbestellungen sind seit dem 26. August 2026 weltweit über SCUFGaming.com und ausgewählte Handelspartner möglich.
Das kabelgebundene Modell kostet ab 119,99 US-Dollar (umgerechnet etwa 102,80 Euro), während die kabellose Variante ab 199,99 US-Dollar (umgerechnet etwa 171,80 Euro) erhältlich ist. Beide Controller funktionieren mit Windows 10 und Windows 11.
Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Modellen besteht darin, wie sie ihre maximale Abfragerate erreichen. Die kabellose Version unterstützt bis zu 8.000 Hz sowohl über eine 2,4-GHz-Funkverbindung als auch über ein USB-C-Kabel. Die kabelgebundene Version erreicht dieselbe Abfragerate ausschließlich über USB-C.
Scuf zufolge soll die hohe Abfragerate Reaktionszeiten von unter einer Millisekunde ermöglichen. Dabei handelt es sich um den zeitlichen Abstand zwischen den Meldungen des Controllers an den PC und nicht um die Latenz der gesamten Eingabekette, da unter anderem die Anzeige, die Aktualisierungsrate der Spiel-Engine und die Netzwerk-Latenz zusätzlich eine Rolle spielen.
Beide Controller sind mit TMR-Sticks ausgestattet. Diese erfassen die Position des Sticks magnetisch und verzichten damit auf Potenziometer, die mit der Zeit verschleißen und zu Stick-Drift führen können. Laut Scuf behalten die Sticks dabei das Spielgefühl herkömmlicher Analogsticks bei und sind gleichzeitig weniger anfällig für Verschleiß.
Die ABXY-Tasten verwenden mechanische Schalter, wie sie auch bei Mausklicks zum Einsatz kommen. Dadurch sollen sie schneller auslösen und ein deutlicheres haptisches Feedback bieten. Unter den Fingern befinden sich vier rückseitige Paddles für Aktionen wie Springen, Rutschen, Nachladen und Waffenwechsel, sodass die Daumen an den Sticks bleiben können.
Die beiden inneren Paddles lassen sich abnehmen. Scuf legt außerdem Abdeckungen bei, falls Spieler lieber ein Layout mit nur zwei Paddles verwenden möchten. Die Trigger können in zwei Modi betrieben werden: Im ersten Modus reagieren sie mit einem kurzen Klick, was sich insbesondere für Shooter eignet. Im zweiten Modus steht der vollständige analoge Betätigungsweg zur Verfügung – etwa für Rennspiele und andere Spiele, bei denen eine stufenlose Eingabe erforderlich ist.
Außerdem hat Scuf die seitlich angebrachten Tasten entfernt, die bei neueren Modellen laut ThinkComputers wegen versehentlicher Eingaben für Kritik gesorgt hatten. Konfigurierbare Tasten an der Seite gehören zu einem von vier Bereichen, die Scuf in seinem eigenen Patentportfolio nennt. Die anderen drei betreffen die rückseitigen Bedienelemente, die Trigger und den Bereich der Thumbsticks. Die Entfernung der seitlichen Tasten stellt damit eine Änderung des für diese Controller-Serie bislang üblichen Layouts dar.
Eine begleitende PC-App übernimmt die Softwarefunktionen. Sie ermöglicht unter anderem die Neubelegung von Tasten und Paddles, das Speichern von Profilen sowie die Anpassung von Reaktionskurven für Thumbsticks und Trigger. Außerdem lassen sich Totzonen und Empfindlichkeit einstellen und der Controller neu kalibrieren.
Käufer können zwischen vorkonfigurierten Farbvarianten wählen oder über den Scuf Builder einen eigenen Controller zusammenstellen. Das Unternehmen weist allerdings darauf hin, dass die Verfügbarkeit je nach Region, Vertriebskanal, Modellvariante und Zeitpunkt der Markteinführung unterschiedlich ausfallen kann.
Tobias Brinkmann, Senior Vice President und General Manager für Gaming-Peripheriegeräte bei CORSAIR, bezeichnete die Serie als die bislang fortschrittlichsten PC-Controller des Unternehmens. Scuf ist seit Dezember 2019 eine Marke von CORSAIR und agiert innerhalb des Konzerns als eigenständige Marke und wird an der Nasdaq unter dem Kürzel CRSR gehandelt.













