Windows 11 bekommt wohl Unified Memory Controls in Vorbereitung auf Spark

Windows Latest and VideoCardz haben darüber berichtet, dass in einer experimentellen Windows-11-Version eine neue, bislang nicht öffentlich angekündigte Funktion gesichtet wurde. Es geht darum dem Nutzer die Kontrolle darüber in die Hand zu legen, wie der gemeinsame Arbeitsspeicher verteilt wird.
Die Änderung in Windows ist deshalb nötig, weil die Laptops mit RTX Spark in den Startlöchern stehen. Diese Windows-Laptops sollen einen Gegenentwurf zu den aktuellen ARM-MacBooks von Apple mit Unified Memory bilden. Nvidias SoC kombiniert dabei eine 20-Core-ARM-CPU mit einer Blackwell-GPU und bis zu 128 GB gemeinsamem Speicher. Laut Nvidia sollen damit sogar 120-Milliarden-Parameter-Modelle lokal betrieben werden können.
In der experimentellen Windows-Version wird erwähnt, dass man mit dem Feature Teile des gemeinsamen Speichers exkluswiv spezifischen Anwendungen zuweisen, z.B. für KI- oder 3D-Anwendungen. Auf diese Art reservierter Speicher steht anderen Anwendungen dann nicht mehr zur Verfügung, sodass die präferierten Anwendungen immer genug Speicher zur Verfügung haben.
In einer früheren Nvidia-Ankündigung hieß es, dass mindestens 8 GB RAM stets für das System reserviert sind, sodass es wohl ähnlich wie beim AMD Ryzen AI Max+ 395 eine Grenze dafür gibt wie viel Speicher man eine Anwendung maximal zuweisen kann. Beim Ryzen AI Max+ 395 lassen sich über den Grafiktreiber bis zu 96 GB Speicher für GPU-intensive Aufgaben reservieren.
Die fragliche Windows-Version ist der build 29648.1000, die feature ID lautet 61121285, daneben gibt es eine neue Datei namens SettingsHandlers_UnifiedMemory.dll.




